Neue Akkus universell einsetzbar 27.08.2014

16 Mignon- und Microzellen im Test, Selbstentladung stark reduziert
veröffentlicht: 2014-08-27, aktualisiert: 2014-08-27

Herkömmliche Akkus verlieren kontinuierlich an Energie, vor allem bei großer Wärme. Ihre Verwendung war daher bisher nur für Geräte sinnvoll, die häufig und für längere Zeit verwendet wurden (wie z.B. mobile Music Player). Seit einigen Jahren ist jedoch eine neue Generation auf dem Markt, bei der die störende Selbstentladung stark reduziert wurde.

Das belegt nun auch ein aktueller Test in der Zeitschrift KONSUMENT, bei dem acht Mignon- (AA) und acht Microzellen (AAA) geprüft wurden. Kein Produkt wurde schlechter als „durchschnittlich“ bewertet, die besten Ergebnisse lieferten neben Varta (bei den AAA-Zellen), die Marken GP und Heitech.

Getestet wurde in einer Wärmekammer, in der alle 16 Akkus 90 Tage lang bei 40 Grad gelagert wurden. Das entspricht in etwa der Aufbewahrung in einer Schublade über ein volles Jahr. Die besten Produkte behielten auch nach Ablauf dieser Frist 75 Prozent ihrer Kapazität. Nur die größeren AA-Zellen von Ansmann und Varta erwiesen sich als anfälliger: Ihre Kapazität sank im selben Zeitraum auf etwa 20 Prozent herab.

Gewisse Schwächen bestehen darüber hinaus auch bei der Schnellladung. Hier erreichten acht der 16 Akkus kein „gutes“ Testergebnis. Beide Akkus von Sanyo, die AA-Zelle von Energizer und die AAA-Zelle von Panasonic hatten nach 200 Zyklen Schnellladung (jeweils zwei Stunden) mehr als 80 Prozent ihrer Kapazität eingebüßt. Sind die Akkus dagegen entladen, können sie auch über längere Zeit bedenkenlos gelagert werden. Als ebenso unproblematisch erwies sich im Test eine übermäßig lange Ladezeit (168 Stunden).

Auch die Umwelt profitiert von den neuen Akkus: Ein Zelle kann im Lauf ihrer Lebenszeit bis zu 150 Einwegbatterien ersetzen, was eine deutlich bessere Ökobilanz bedeutet. Eine klare Kennzeichnung für den neuen Typ fehlt derzeit allerdings noch. Er wird unter wechselnden Bezeichnungen wie „ready to use“, „pre-charged“ oder „direct energy“ vertrieben.

KONSUMENT-Tipps:

• Akkus möglichst nicht komplett entladen. Durch Tiefentladung kann die Kapazität unwiederbringlich verloren gehen.
• Schnellladungen auf den Notfall beschränken. Auch durch Schnellladungen können Akkus große Teile ihrer Kapazität einbüßen.
• Kühl lagern. Hitze beschleunigt die Selbstentladung. Außerdem können Ladegeräte den Ladestand warmer Zellen nicht richtig erkennen.

SERVICE: Den ausführlichen Test zu Akkus gibt es unter Test: Akkus 9/2014 sowie ab 28.08. in der Septemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.

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