Marillenmarmelade

Wo bleibt die Marille?

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Konsument 12/2006 veröffentlicht: 09.11.2006

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Wachauer Marillen

Die Kulturlandschaft der Wachau mit dem Donaustrom, den Steinterrassen samt ihren Weingärten und den prächtigen historischen Bauten ist so einzigartig, dass sie von der UNESCO zum schützenswerten Weltkulturerbe erklärt wurde. Aber auch die unverwechselbare Wachauer Marille erhielt Schutz, und zwar durch die EU.

Rund 100.000 Bäume

Konkret wurde die Bezeichnung „Wachauer Marille“ geschützt. Unter diesem Namen dürfen nur Marillen aus 21 Gemeinden rechts und links der Donau zwischen Emmendorf und Krems vertrieben werden. Auf den dort wachsenden rund 100.000 Bäumen – Tendenz leicht steigend – reift überwiegend die Sorte „Klosterneuburger“, aber auch „Ungarische Beste“, „Ananasmarille“, „Gelbe Wachauer“ oder „Kremser Rosenmarille“, die alle einen eindeutigen gemeinsamen Ursprung haben.

Wechsel von kalt und warm verbessert Aroma

Neben der Sorte ist vor allem das Klima maßgeblich für den einzigartigen Geschmack der Wachauer Marillen: Der Wechsel von heißen, trockenen Tagen und kalten, feuchten Nächten sorgt dafür, dass die orangefarbenen Leckerbissen wunderbar aromatisch, aber nicht zu süß werden.

Sehr begrenzte Lagerfähigkeit

Gütesiegel Wachauer Marillen Kleiner Wermutstropfen: Die Lagerfähigkeit der Früchte ist sehr begrenzt, was sie trotz des Interesses der Kunden für den Lebensmittelhandel wenig interessant macht. Der größte Teil der Marillen wird daher ab Hof verkauft, der Rest geht in die Verarbeitung. 2006 brachte eine sehr reiche Ernte, jedoch mit vielen kleinen Früchten, die sich eher für die Schnapsproduktion denn für die Marmeladeherstellung eignen.

Wenn Sie sichergehen wollen, dass Sie wirklich „Wachauer Marillen“ kaufen, achten Sie auf das Gütezeichen des Vereins der Wachauer Marillenbauern, dem 190 der rund 300 Marillenbauern in der Region angehören.

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