KONSUMENT.AT - Kreuzfahrt - Lotsenstreik verhindert geplante Kreuzfahrt-Route

Kreuzfahrt

Schafe statt Fjorde

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KONSUMENT 10/2012 veröffentlicht: 27.09.2012

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Die Traumreise auf der „Mein Schiff 2“ führte nicht wie gebucht nach Norwegen, sondern nach Schottland. Der Kreuzfahrt-Veranstalter TUI Cruises meint, 10 Prozent des Reisepreises seien als ­Wiedergutmachung genug.

Die TUI-Werbung konnte so richtig Lust auf Südnorwegen machen: „Sagenhafte Landschaften, beeindruckende Fjorde und nor­dische Atmosphäre“ wurden in Aussicht ­gestellt. Eine 9-tägige Kreuzfahrt, gespickt mit Attraktionen: Das „traumhafte“ Bergen, das „reizvolle“ Stavanger und als einer der Höhepunkte der atemberaubende Geiranger­fjord, dem oft nachgesagt wird, der schönste Fjord der Welt zu sein. „Majestätische, schneebedeckte Gipfel, herrlich wilde Wasserfälle, die fruchtbare grüne Landschaft und der tiefblaue Fjord – ein Anblick wie aus dem Märchen“, so steht es in der Beschreibung der Reiseroute.

Genau das Richtige für uns, fanden die reiseerfahrenen Ehepaare H. und K. und erfüllten sich mit dieser Reise einen lang gehegten Kreuzfahrtwunsch.

Lotsenstreik in Sicht

Nur: Es sollte leider völlig anders kommen als geplant. Ein Lotsenstreik in Nor­wegen verhinderte, dass das Kreuzfahrt-Schiff die geplante Norwegen-Route am 30. Mai ab Kiel nehmen konnte. Völlig überraschend konnte die ­Situation für den Veranstalter aber nicht gekommen sein. Bereits drei Tage zuvor ­waren die Streiks ein Thema in norwegischen und deutschen Medien gewesen. Und schon am Morgen der Einschiffung stand definitiv fest, dass die norwegischen Lotsenbootfahrer in Streik getreten waren. Nichts­destotrotz nahm die "Mein Schiff 2" ihre Gäste an Bord.

Kreuzfahrt: Schiffsweg; Bild: VKI/ScreenshotRoutenänderung auf hoher See

Von der tatsächlichen Routenänderung ­(Orkney-Inseln, South Queensferry und Inver­gordon statt Stavanger, Bergen, Olden, Flam) der Kreuzfahrt wurden die Passagiere allerdings erst nach dem Auslaufen informiert. Auf See erhielten sie die Information, dass der ursprüng­liche ­Fahrplan nicht eingehalten werden könne und man sicherheitshalber parallel an einer Alternativroute gearbeitet habe, „mit wunderbaren Zielen und ganz beeindruckender und fantastischer Natur“.

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