Fitnessarmbänder

Leere Kilometer

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KONSUMENT 2/2016 veröffentlicht: 27.01.2016

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Sie sollten ihre Träger zu mehr Bewegung animieren. Die meisten Fitnessarmbänder sind aber weder marktreif noch sinnvoll. Eine kostenlose Handy-App tut annähernd denselben Dienst.

Diese Fitnessarmbänder haben wir getestet:

Mit Herzfrequenzmessung über Brustgurt

  • Garmin vivosmart
  • Polar loop

Mit integrierter Herzfrequenzmessung

  • Fitbit charge HR
  • Jawbone UP3
  • Mio Fuse
  • Samsung Gear Fit

Ohne Herzfrequenzmessung

  • Fitbit flex
  • Garmin vivofit
  • Jawbone UP2
  • Medisana ViFit connect
  • Sony SmartBand SWR10
  • Xiaomi Mi Band

Folgende Prüfpunkte finden Sie in unseren Testtabellen: Ausstattung (Display, Kalorien, Schritte, Nachrichten, Musiksteuerung, Betriebsdauer, uvm.), Fitnessfunktionen (Genauigkeit), App und PC-Anwendungen, Schadstoffe, Haltbarkeit (Wasserfestigkeit, Falltest, etc.), Handhabung (Akku und Batterie, ...), Datenschutz

Nachfolgend unser Testbericht.


Sehe ich gut genug aus? Habe ich ausreichend Freunde auf Facebook? Den günstigs­ten Handytarif? Mein Geld richtig angelegt? Und wie schaut es mit meiner Fitness aus? Passt mein Blutdruck, mein Bewegungs­level? Mein Schlaf, war der heute Nacht auch effi­zient genug? Es ist zweifellos eine der großen Schattenseiten der modernen Zeit – dieses Gefühl, das vielen Menschen im Nacken sitzt, das sie dazu antreibt, sich ständig optimieren zu müssen. Quantified Self nennt sich die ­Bewegung der Selbstvermesser im Neu­deutschen.

Fitnesstracker als Armband

Ein wichtiges Accessoire dieser immer größer werdenden Gemeinschaft ist der Fitnesstracker (engl. "to track" = verfolgen) in Form eines elektronischen Armbands. Manche bezeichnen diese Produkte auch recht ungenau als "Firnessuhr". Das Gerät soll die Anzahl der Schritte, die Herz­frequenz und den Kalorienverbrauch erheben und den Träger dazu anspornen, noch mehr für sich zu tun. Dabei misst der­jenige, der viel misst, eine Menge Mist. Das hat sich beim technischen Test der Stiftung Warentest ebenso herausgestellt wie bei ­unserem ­zusätzlichen Praxistest (siehe Kapitel Praxistest).

Verfälschte Schrittzahlen

Das eindeutige Ergebnis beider Unter­suchungen: Diese Fitnessarmbänder sind noch nicht marktreif. Sie arbeiten unpräzise, sind eher Bewegungsmelder als Schrittzähler. So ­wurden beim Praxistest Handbewegungen, etwa das Tippen am Computer, als Schritte gewertet, ebenso das Zähneputzen oder Wäscheaufhängen. Der Träger muss sich ­dabei keinen Meter vom Fleck gerührt haben – das Messgerät wertet Armbewegungen automatisch als Schritte und vermittelt dem Nutzer dadurch das Gefühl, mehr getan zu haben als er in Wahrheit hat.

U-Bahn-Fahrt als Aktivität gezählt

Sogar eine Fahrt mit der U-Bahn zählte in unserem Test als Aktivität und wurde vom Tracker in Schritte umgerechnet. Zumindest sorgt das für gute Laune, wenn man am Abend auf seine Uhr blickt und dem empfohlenen Ziel der Weltgesundheitsorganisation, 10.000 Schritte am Tag zurückzulegen, vermeintlich nahegekommen ist. Von einer ­genauen Messung kann jedoch nicht die ­Rede sein.

Die fantastischsten Daten lieferte in unserem Praxistest Orbit von Runtastic. Um auf die ausführliche Auswertung zugreifen zu können, muss man ein kostenpflichtiges Monats- oder Jahresabo abschließen.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Garmin vivosmart, Polar loop, Samsung Gear Fit, Fitbit charge HR, Mio Fuse, Jawbone UP3, Garmin vivofit, Xiaomi Mi Band, Fitbit flex, Sony SmartBand SWR10, Jawbone UP2, Medisana ViFit connect

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