Samsung: Eine Million Euro Kartellstrafe

Preisabsprachen aufgeflogen

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veröffentlicht: 05.11.2015

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Fernseher, Notebooks, Tablets und Bildschirme: Samsung forderte Händler in Österreich auf, Online-Preise anzuheben und zahlt dafür eine Million Strafe.

Der Elektronikkonzern Samsung muss wegen illegaler Preisabsprachen in Österreich eine Kartellstrafe von 1,05 Millionen Euro zahlen. Das Kartellgericht hat am 9. September gegen die Samsung Electronic Austria GmbH ein Bußgeld verhängt (24 Kt 35/15), teilte die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) mit.

Samsung habe zwischen April 2009 und Mai 2014 die Preise mit Händlern abgesprochen. Teilweise seien die Händler aufgefordert worden, die Online-Verkaufspreise zu erhöhen. Es geht um Elektronikprodukte wie TV (4-er Serie), Notebooks (High), Staubsauger (Robot), Monitore (Multi-Function-Monitors), Kühlschränke (Side-by-Side), Waschmaschinen und Tablets.

Zuletzt 30 Mio Euro Strafe für Spar

Kartellstrafen in Millionenhöhe sind in Österreich nicht häufig, nehmen aber zu. Zuletzt fasste der Kamerahersteller Nikon wegen ähnlicher Vergehen eine Geldbuße von 170.000 Euro aus. Den Rekord der höchsten Geldstrafe hält nun der Lebensmittelhändler Spar, der wegen Preisabsprachen bei Milch, Käse und Co. vom Höchstgericht zu einer Strafe von 30 Millionen Euro verdonnert wurde: Spar: 30 Millionen Euro Kartellstrafe 11/2015

Die BWB hat den Elektronikhandel im Internet seit einiger Zeit im Visier. Bisher wurden aus der Branche sieben Unternehmen verurteilt. Zusammen machen die Geldbußen über 6,2 Mio. Euro aus. Die Elektrohandelskette MediaSaturn musste 1,23 Millionen Euro zahlen, Philips wurde 2013 zu 2,9 Millionen Euro verurteilt.

Analysen, Hintergründe und verurteilte Unternehmen finden Sie hier: Kartelle: Preisabsprachen 4/2015
 

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