LayBag im Kurztest

Auf die richtige Technik kommt es an

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KONSUMENT 8/2016 veröffentlicht: 28.07.2016, aktualisiert: 27.01.2017

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Ein aufblasbares Sofa, das ganz ohne Luftpumpe oder Atemkraft der eigenen Lunge mit Luft befüllt wird? Wir haben uns diese Erfindung, genannt LayBag, im Kurztest angesehen.

LayBag in der Theorie

Im offiziellen Demo-Video von LayBag wirkt das Aufblasen des Luftsofas kinderleicht. Zweimal kurz den LayBag nach vorne geschwenkt und schon ist er ausreichend mit Luft gefüllt, damit er eingewickelt und verschlossen werden kann. Zum Werbevideo Doch funktioniert das wirklich so einfach?

Ein Facebook-User machte uns darauf aufmerksam, dass in dem Video wohl mit einem Ventilator nachgeholfen wurde. Als wir uns das Werbevideo ein zweites Mal anschauten, entdeckten wir tatsächlich eigenartige Windbewegungen bei den Blättern des Baumes im Hintergrund. Das machte uns stutzig. Kann der LayBag wirklich so einfach wie im Video dargestellt aufgeblasen werden? Da hilft nur eines: ein Kurztest. Prompt besorgten wir uns ein Testexemplar und probierten selbst unser Glück.

LayBag in der Praxis

Unser Tester versuchte an zwei verschiedenen Orten den LayBag aufzublasen. Auf einer Spielwiese in einem Park, wo eine leichte Brise mithalf. Und auf einer Hofterrasse, bei völliger Windstille.

Doch fangen wir von vorne an. Als wir den LayBag aus der mitgelieferten Tragetasche auspackten, erwarteten wir, dass uns eine Gebrauchsanleitung entgegenflattert, wie wir die gigantische Tasche denn schwenken müssten, um sie erfolgreich mit Luft zu füllen. Doch Fehlanzeige. Es wurde leider keine Anleitung mitgeliefert. (Hinweis: Auf der Homepage von LayBag wird man bei den FAQ fündig, wie der LayBag aufzublasen ist). Positiv anzumerken ist jedoch, dass dem Produkt zwei transparente Reparatur-Flicken beiliegen, um die LayBag bei Beschädigung zu flicken.

LayBag: Die LayBag wird verpackt in einer Tragetasche geliefert. (Bild: C. Pandur/VKI)   LayBag: Die LayBag lässt sich klein zusammenfalten. (Bild: C. Pandur/VKI)   LayBag: Zwei Reparatur-Flicken werden mitgeliefert. (Bild: C. Pandur/VKI)

Als wir das Produkt nun auffalteten und genauer untersuchten, entdeckten wir, dass es zwei zu füllende Fächer gibt. Das geht unserer Meinung nach aus dem Werbevideo nicht hervor. Dort sieht es nur nach einem zu füllenden Fach aus. Nachdem wir sichergestellt hatten, dass wir kein anderes Produkt, als jenes im Werbevideo erworben hatten, legten wir auch schon los.

LayBag: Kurz vor dem Hin- und Herschwenken der LayBag. (Bild: D. Brindlmayer/VKI)

Wild entschlossen und vom Vorzeigevideo inspiriert,  versuchten wir anfangs, beide Fächer des LayBag mit nur einem Schwenker durch die Luft aufzublasen. Diese Methode funktionierte allerdings nicht. Wir hatten es - ehrlich gesagt - auch nicht anders erwartet. Auf ein Neues also!

Nach drei bis fünf Versuchen und mehreren schnellen Schritten hin und her gelang es unserem Tester dann doch, den LayBag mit Luft zu füllen. Und zwar an beiden Schauplätzen, im Park und im Hof. Danach schnell das Ende des LayBag zusammengerollt und mit dem Schnappverschluss verschlossen. Fertig!

LayBag: Mit etwas Übung lässt sich die LayBag schnell aufstellen. (Bild: C. Pandur/VKI)   LayBag: Unser Tester macht es sich bequem auf der LayBag. (Bild: C. Pandur/VKI)   LayBag: Ist die LayBag aufgeblasen, rollt man die Enden leicht zusammen und verschlißt sie mit einem Klappverschluss. (Bild: C. Pandur/VKI)

Kleiner Praxistipp: Man benötigt ausreichend Platz, um die schwenkenden Bewegungen ausführen zu können. Auf einer kleinen Terrasse oder in einem geschlossenen Raum kann dies eine Herausforderung werden. Unser Testfazit lautet daher: Mit der richtigen Technik und etwas Übung kann der LayBag auch ohne Windunterstützung aufgeblasen werden. Gute Figur dabei zu machen ist allerdings nicht so einfach. Doch schauen Sie selbst. Wir haben bei unserem Kurztest mitgefilmt. Hier geht’s zum Video.

Schließlich interessierte uns noch, ob die vom Hersteller angegebenen 200 kg Gewicht von dem LayBag ausgehalten werden. Das entspricht ca. zwei bis drei Personen, die sich auf das Luftsofa legen können. Unsere drei zierlichen Damen konnte der LayBag jedenfalls problemlos tragen. Ob es auch bequem war, wollten sie jedoch nicht sagen.

LayBag: 3 Personen werden vom Luftsofa problemlos getragen. (Bild: C. Undeutsch/VKI)

Das Einpacken des LayBag gestaltet sich ebenfalls sehr einfach. Zuerst muss die Luft herausgelassen werden. Anschließend geht es ans Einrollen und Zusammenklippen der Enden, damit das Produkt wieder in der Tragetasche verstaut werden kann.

LayBag: Zum Einpacken muss die Luft aus der LayBag ausgelassen, um zusammengerollt werden zu können. (Bild: C. Pandur/VKI)   LayBag: Fertig zusammengerollt. (Bild: C. Pandur/VKI)   LayBag: Und zum Schluss noch mit dem Klappverschluss fixiert. Schon kann sie wieder in die Tragetasche gepackt werden. (Bild: C. Pandur/VKI)

Fazit des Kurztests

Wir sind der Meinung, dass im Werbevideo von LayBag definitiv nachgeholfen wurde. So einfach lässt sich das Produkt nämlich nicht aufblasen. Hat man den richtigen Dreh aber erst einmal raus, so ist das Luftsofa in unter einer Minute aufgestellt und in der Tragetasche recht praktikabel transportierbar. Und die Kosten? Für 80 Euro ist der LayBag ein teures Vergnügen.

Besitzen Sie einen LayBag?

Im Rahmen unseres Kurztests haben wir uns „den Weg zum Ziel“ – also das Aufstellen des LayBag angesehen. Sollten Sie bereits Erfahrung damit haben, interessiert uns Ihre Meinung zu diesem Produkt. Neben Ihren allgemeinen Erfahrungen würden wir außerdem gerne wissen:

  • Wie lange hält die Luft in dem LayBag? Kann man tatsächlich darauf übernachten, ohne dass die Luft ausgeht? Der Hersteller behauptet das zumindest.
  • Wie stabil und sicher liegt man auf dem LayBag, wenn man auf dem Wasser treibt? Im Werbevideo scheint es zumindest gut zu funktionieren.
  • Wie reißfest ist das Material des LayBag? Bekommt er leicht Löcher, wenn man auf unebenem Boden liegt?
  • Wie sicher steht der LayBag am Boden, wenn niemand oben liegt und stärkerer Wind geht?

Haben Sie Antworten auf diese Fragen oder wollen allgemein Ihre Meinung zu diesem Produkt kundtun? Schreiben Sie uns an leserbriefe@konsument.at oder als Abonnent oder Abonnentin direkt einen Kommentar unter den Artikel.

Bewertung

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Kommentare

  • Laybag, ein Ärgernis
    von weidenbaum am 03.02.2017 um 21:40
    Wollte den Laybag, wie im Video dieser Firma gezeigt, mit zwei, drei schnellen Bewegungen mit Luft füllen. Tja, was soll man sagen. Anfangs funktionierte es überhaupt nicht, später mit viel Aufwand und Anstrengung auch nur so weit, dass der Laybag halb voll wurde und so eher ein Sitbag wurde. Nach mehrfachem Ärger haben wir es sein lassen, jetzt verschimmelt der Laybag in der Garage. Fazit? Beim Werbevideo herrschten anscheinend sehr günstige Wind bzw. Ventilatorverhältnisse oder sonstwas. Würden das Ding auch um 20 oder 10 Euro nicht mehr kaufen, weil es bei uns einfach nicht funktionierte.
  • Festivaltest positiv
    von 0809brigitte am 22.07.2016 um 08:33
    Ein Freund brachte zu einem Festival das gleiche Produkt der Firma "Fatboy" mit. Mit einigen Schwenks in der Luft (er dürfte bereits geübt darin sein) konnte er es schnell füllen. Ich benutzte das "Sofa" in den nächsten 2-3 Stunden, was einer Belastung mit knapp über 50 kg entspricht. Dabei merkte ich allerdings, dass das Luftvolumen abnahm, allerdings nicht so stark, dass ich auf dem Boden zu sitzen kam. Zum Schlafen finde ich das "Sofa" nicht geeignet, da es an beiden Enden etwas nach oben steht, was nur eine wenig angenehme Kopfposition ermöglicht. Außerdem ist es zu kurz, bzw. hängen die Beine in der Luft (meine Größe beträgt 168cm). Achtung bei Wind - der Luftsack kann weder durch Ösen (und zusätzlichen Heringen) am Boden, oder durch Bänder an Gegenständen fixiert werden. Wer den Luftsack also kurz verlässt, um zB ein Getränk zu holen, muss ihm möglicherweise schon nachjagen.
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