Versandapotheken: Medikamente im Internet

Verbesserungsbedarf

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KONSUMENT 1/2017 veröffentlicht: 22.12.2016

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Test: Österreichische Apotheken dürfen rezeptfreie Medikamente über das Internet verkaufen, doch nicht alle Anbieter halten sich an die gesetzlichen Vorgaben.

Diese Versandapotheken haben wir getestet:

  • Adler Apotheke Fritsch & Co KG
  • Albarelli Apotheke
  • Apotheke am Rothenbaum Birgit Dumke e.K
  • Apotheke der Barmherzigen Brüder in Linz e.U.
  • Apotheke zur Kaiserkrone
  • Apotheke Zur Rose
  • Auge Gottes Apotheke
  • Christophorus Apotheke
  • Heiligen Geist Apotheke
  • Lekáren Servus Apotheke s.r.o.
  • Lindenapotheke
  • Maria Lourdes Apotheke
  • Regenbogen Apotheke Graz
  • Rothlauer Apotheke
  • Rupertus Apotheke Schachner OG
  • Steinbock Apotheke
  • Stern Apotheke
  • Sternapotheke Linz/Urfahr
  • Urania Apotheke
  • Vamida s.r.o.

In der Testtabelle finden Sie Angaben zu: Versandkosten, Lieferdauer, Kontakt und Information, Abgabe von Medikamenten und Zahlungsmöglichkeiten. Und hier unser Testbericht:


Logo verpflichtend

Seit 25. Juni 2015 dürfen österreichische Apotheken rezeptfreie Medikamente über das Internet verkaufen. Erlaubt ist der Online-Handel für in Österreich zugelassene oder registrierte Human-Arzneispezialitäten. Rezeptpflichtige Medikamente dürfen über das Internet nicht vertrieben werden. Bestellungen aus dem Ausland sind laut Gesetz ebenfalls auf rezeptfreie und in Österreich zugelassene oder registrierte Medikamente beschränkt.

Ein verpflichtendes Logo mit einem weißen Kreuz, grünen Streifen und der jeweiligen Landesflagge auf der Website zeigt dem Kunden an, ob er bei einem legalen Anbieter gelandet ist. Klickt man das Emblem an, landet man auf der Website der jeweiligen Zulassungsbehörde. In Österreich ist dies das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen.

20 Online-Apotheken im Test

In unserem aktuellen Test haben wir 20 österreichische Versandapotheken beziehungsweise Versandapotheken, deren Website die Endung „.at“ aufweist, unter die Lupe genommen. Im Rahmen einer Bestellung haben wir erhoben, zu welchen Konditionen (Medikamentenpreis, Versandkosten, Versanddauer) die Lieferung erfolgt. Außerdem wollten wir wissen, ob eine individuelle, kostenlose telefonische Beratung angeboten und ermöglicht wird, wie das Gesetz es vorschreibt.

Darüber hinaus haben wir überprüft, ob die ebenfalls vorgeschriebene Gebrauchsinformation frei zugänglich ist. Diese muss Hinweise zu Anwendung, Wirkstoffen, Dosierung, Gegenanzeigen und allfälligen unerwünschten Wirkungen bzw. Wechselwirkungen enthalten. Wir haben jede Apotheke per Online-Kontaktformular beziehungsweise, wenn nicht vorhanden, per E-Mail angeschrieben und um Informationen zur Anwendung eines der bestellten Präparate bei Kindern erbeten.

Preisvergleich lohnt sich

Bestandteil des Tests war weiters, inwieweit sich die Apotheken an die Vorschrift halten, die Mittel nur in einer dem persönlichen Bedarf entsprechenden Menge zu versenden. Darunter wird im Allgemeinen die Abgabe von maximal drei Packungen verstanden. Auch wenn die Arzneipreise selbst nicht in unser Testurteil eingingen: Es zeigte sich, dass sich ein Preisvergleich für den Konsumenten jedenfalls lohnt, denn die Unterschiede sind beträchtlich.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
13 Stimmen
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Kommentare

  • shop-apotheke
    von frappe am 05.02.2017 um 10:28
    Weil diese Apotheke erwähnt wurde. Bei der Bestellung/Anlegung eines Nutzerkontos muss man neben den AGB auch einer Bonitätsprüfung zustimmen. Das ist inakzeptabel. Ich will mit Paypal zahlen. Dafür braucht es keine Bonitätsprüfung Ich suche mir eine andere Apo
  • Versandapotheken
    von 1942Walter am 25.01.2017 um 21:57
    Unter den getesteten Versandapotheken fehlt "shop-aptheke.at", welche doch zu den Versandapotheken mit sehr vielen Kunden in Österreich gehört. Da ich bei dieser schon öfter bestellt habe und bisher eigentlich immer zufrieden war, würde mich ihre Meinung über diese Versandapotheke sehr interessieren.
  • Preise fehlen
    von REDAKTION am 30.12.2016 um 12:01
    Die Preise sind nicht in die Bewertung eingeflossen, weil wir nicht in allen Fällen die selben Medikamente erhalten haben. Teilweise waren die bestellten Präparate nicht lieferbar, teilweise erhielten wir andere Medikamente für die angegebenen Indikationen. Es wäre somit nicht korrekt gewesen, die Preise als Bewertungskriterium heranzuziehen.
  • Preise fehlen
    von BSchinwald am 30.12.2016 um 11:38
    Wie von einem anderen User schon angemerkt sind nur von einigen Apotheken auch die Preise ersichtlich. Bitte die anderen ebenfalls zugänglich machen oder per mail zusenden. Danke Auch wenn der Preis alleine nicht ausschlaggebend ist oder sein sollte, handelt es sich um ein wesentliches Kriterium. Die Lieferkosten wurden ja auch herangezogen. bei einer Preisspanne von 75 - 103 EUR für die gleichen Produkte sollte das Bestandteil des Tests sein oder zumindest ersichtlich.
  • Fehler
    von REDAKTION am 23.12.2016 um 08:39
    vielen Dank für den Hinweis. Aufgrund eines technischen Fehlers wurde eine falsche Tabelle veröffentlicht. Wir korrigieren umgehend!
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