Gurtverlängerung für Kindersitze

Sicherheitstechnische und rechtliche Aspekte

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KONSUMENT 8/2017 veröffentlicht: 27.07.2017

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"Ich benötige zur Montage einer Babyschale in meinem Pkw eine Gurtverlängerung. Gibt es sicherheitstechnische oder rechtliche Einwände dagegen?" - In unserer Rubrik "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort – hier Mag. Christian Undeutsch.

Christian Undeutsch (Bild: U. Romstorfer/VKI)
Mag. Christian
Undeutsch

Gurtverlängerungen werden von Experten aus zwei Gründen nicht empfohlen: Zumeist sind die Gurtbänder doppelt genäht und daher so steif, dass sie durch die Führungen der Kindersitze nicht durchpassen würden. Außerdem liegt durch die Gurtverlängerung dann oftmals das Gurtschloss in einem Bereich, in dem es auch kleine Kinder öffnen können.

ISOFIX-System oder "Basisteil"

Am besten wäre natürlich das ISOFIX-System. Ist dieses für Ihr Automodell nicht verfügbar und ist der Gurt (zumeist in der zweiten Sitzreihe) zu kurz, dann kommt ein „Basisteil“ infrage. Eine Art Gestell, welches mit dem Gurt am Fahrzeugsitz verankert wird und auf dem die Babyschale einrastet. Vorraussetzung dafür ist natürlich eine Babyschale, für die es eine solche Basis gibt. Bei ARBÖ und ÖAMTC beispielsweise werden nur Babyleihschalen angeboten, die diese Anforderungen erfüllen.

Alternative Gurtführung

Zweitbeste Lösung: Babyschalen mit einer sogenannten „alternativen Gurtführung“. Hier sind einige wenige Modelle am Markt, die durch eine andere Gurtführung deutlich weniger Gurtband benötigen.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo