A1-Mobilfunkvertrag

Kommunikation per Briefpost

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KONSUMENT 9/2017 veröffentlicht: 31.08.2017

Inhalt

"Hinter den Vorhang" schicken wir Unternehmen, die nicht sehr entgegenkommend waren oder nur wenig Kulanz zeigten. - Hier geht es um die Kündigung eines Mobilfunkvertrages bei A1.

Mobilfunkvertrag bei A1 gekündigt

Auch wenn sich viele Konsumenten darüber wundern oder ärgern: Eine einfache E-Mail oder das Ausfüllen eines Online-Formulars genügt nicht, um einen Vertrag rechtsverbindlich zu kündigen. Es ist nämlich eine Unterschrift nötig, sei es handschriftlich oder in Form einer Handy- Signatur. Das ist die eine Seite.

Unterschrift vergessen

Herr Platter kündigte seinen Mobilfunkvertrag bei A1 fristgerecht per Fax. Leider hatte er auf die Unterschrift vergessen, was ihm aber nicht auffiel. So wartete er vergebens auf eine Bestätigung von A1. Als er schließlich telefonisch nachfragte, erfuhr er, dass die Kündigung aufgrund der fehlenden Unterschrift nicht zum gewünschten Zeitpunkt durchgeführt werden könne. Man habe ihm diesbezüglich einen Brief geschrieben. Dieser Brief hatte Herrn Platter allerdings – aus welchen Gründen auch immer – nie erreicht.

Um Kulanzlösung angesucht

Die Sache mit dem verloren gegangenen Brief war Pech, aber bei A1 zeigte man Verständnis und schlug ihm vor, über das entsprechende Kontaktformular um eine Kulanzlösung anzusuchen. Herr Platter tat dies und erhielt daraufhin einen Anruf. Das Angebot: Eine Gutschrift über eine halbe Monats-Grundgebühr, sofern er dies umgehend am Telefon akzeptiere. Bezüglich Vertragsende könne man ihm nicht entgegenkommen, dieses verschiebe sich entsprechend nach hinten.

SMS über Eingang der Kündigung

Und dann kam das Beste: Ihm wurde angekündigt, dass er in den nächsten Tagen eine SMS-Nachricht über den Eingang und die Annahme seiner Kündigung erhalten werde. Das war also auch möglich? Hätte er nicht auch eine SMS betreffend die fehlende Unterschrift bekommen können? Warum wurde hier der umständliche Postweg gewählt?

A1 verfügt über ein stabiles Mobilfunknetz. Die Wahrscheinlichkeit, dass SMS den Empfänger nicht erreichen, ist gering; eine Nachricht ist schnell geschrieben und abgeschickt. Man darf sich fragen, warum ein modernes Unternehmen des 21. Jahrhunderts auf Kommunikationswege zurückgreift, deren Anfänge mehr als 500 Jahre in der Vergangenheit liegen.

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Kommentare

  • Kleingedrucktes lesen
    von xees am 26.09.2017 um 12:36
    Es ist wie immer, ein Vertrag ist schnell unterschrieben, weil zB das neue iPhone vermeintlich günstig zu haben ist. Ich habe auch den Sevice-Lines als Agent (A1, premium Kapselkaffee) immer wieder mitbekommen, dass den Kunden das Kleingedruckte, welches Sie mit unterschreiben, schlicht nicht interessiert. Da wird dann mit der AK gedroht, was meist zwecklos ist durch selbstverschulden. Es steht in den AGBs wie auch im BGB eindeutig drin, welche Wege einzuhalten sind und rechtlich verbindlich. Lernt man das heute in der (Berufs-)Schule nicht mehr? Jeder der Unterschreibt ist Volljährig, voll Geschäftsfähig, sollte also auch den Regeln konform schriftlich kündigen mit Unterschrift oder Bürgerkarte wo möglich.
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