Opodo: Langes Warten auf das Geld

Alitalia-Flug storniert

Seite 1 von 1

KONSUMENT 10/2017 veröffentlicht: 29.09.2017

Inhalt

Alitalie stornierte den Flug, Opodo ließ den Kunden sehr lange auf das Geld warten. - Hier berichten wir über Fälle aus unserer Beratung.

Frau Kalcher hatte über das Reiseportal Opodo für sich und ihren Mann Alitalia-Flüge nach Brindisi und zurück gebucht. Gesamtpreis knapp über 460 Euro. Drei Monate vor Reiseantritt teilte Opodo allerdings mit, dass die gebuchten Flüge nicht wie vorgesehen durchgeführt werden können, und informierte die Kunden über eine Verschiebung der Flugdaten. Dies passte aber überhaupt nicht zu den Plänen von Herrn und Frau Kalcher.

Storno: "dauert bis zu 30 Tage"

Die darauf folgende Stornierung wurde von Opodo entgegengenommen und per Mail schriftlich bestätigt, verbunden mit dem Hinweis, dass die Rücküberweisung des Reisepreises „bis zu 30 Tage“ in Anspruch nehmen werde. Doch ab da begann die Sache, zäh zu werden, denn nach Ablauf dieser Frist war das Geld noch immer nicht beim Ehepaar Kalcher eingelangt. Auf Anfrage vertröstete Opodo die Kunden mit dem Argument, man habe selbst das Geld noch nicht von der Fluggesellschaft überwiesen bekommen. Man müsse selbst bei Alitalia reklamieren und das könne eben weitere drei Monate dauern.

Letzte Frist von 14 Tagen

Jetzt riss bei den Kunden aber endgültig der Geduldsfaden und sie setzten sich abermals mit dem Vermittler Opodo in Verbindung, um für die Rücküberweisung noch eine letzte Frist von 14 Tagen zu gewähren. Berechtigte Frage: Warum sollen Kommunikationsprobleme zwischen dem Vermittler und der Airline ausgerechnet auf dem Rücken der Kunden ausgetragen werden?

Georg Mentschl (Bild: U. Romstorfe/VKI) Konnten Erledigung beschleunigen

Wir meinen, so geht das wirklich nicht, und wir vom Europäischen Verbraucherzentrum haben diesen Fall übernommen. Letztlich konnten wir mit unserer Intervention die Erledigung beschleunigen. Der zugesagte Betrag wurde refundiert. Wieder ein Fall, den wir zur Zufriedenheit der Konsumenten lösen konnten.

 

Bearbeitet wurde der Fall von Mag. Georg Mentschl


Die Namen betroffener Konsumenten wurden von der Redaktion geändert. 

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
KONSUMENT-Probe-Abo