Laktoseintoleranz

Ernährungstipps

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KONSUMENT 10/2017 veröffentlicht: 28.09.2017

Inhalt

"Ich vertrage keine Milch. Soll ich auf laktosefreie Produkte umsteigen?" - In den "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort – hier Katrin Mittl MSc.

Katrin Mittl (Bild: U. Romstorfer/VKI)

Katrin Mittl MSc

Gesundheitliche Beschwerden

Gesunde Menschen können Laktose (Milchzucker) im Dünndarm durch das körpereigene Enzym Laktase in die Zucker Galaktose und Glukose spalten. Bei einer Laktoseintoleranz produziert der Körper Laktase gar nicht mehr oder in zu geringen Mengen. Die Folge: Der Milchzucker gelangt ungespalten in den Dickdarm und wird von den Darmbakterien vergoren. Es entstehen Gase wie Methan, Kohlendioxid und Wasserstoff, die zu Blähungen, Völlegefühl, Durchfällen und Darmkrämpfen führen können.

Ärztliche Diagnose

Nur ein Arzt sollte eine Laktoseintoleranz diagnostizieren. Das geht einfach mithilfe eines Atemtests. Doch selbst bei einer nachgewiesenen Laktoseintoleranz müssen die Betroffenen auf milchzuckerhaltige Lebensmittel, wie etwa Milchprodukte, nicht verzichten. Viele Patienten vertragen geringe Mengen Milchzucker problemlos. Wie viel genau, ist individuell unterschiedlich. Joghurt oder Topfen z.B. enthalten natürlicherweise Milchsäurebakterien, die dem Körper helfen, die Laktose besser zu verdauen. In anderen Milchprodukten, wie Emmentaler, Edamer, Gouda, Parmesan und auch Butter, ist Milchzucker kaum enthalten.

Umstieg auf laktosearme Ernährung

Nur bei einer nachgewiesenen Laktoseintoleranz macht eine laktosearme Ernährung Sinn. Ob es dann notwendig ist, auf laktosefreie Produkte zurückzugreifen, hängt von der individuellen Verträglichkeit ab. Betroffenen bietet das wachsende Angebot an laktosefreien Lebensmitteln eindeutig Vorteile. Wir haben für unseren Test Joghurt auch laktosefreie Produkte getestet. Die Ergebnisse finden Sie unter Joghurt 10/2017 .

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo