Krapfen im Test

Bei Hofer gibt’s die besten

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KONSUMENT 2/2018 veröffentlicht: 08.02.2018, aktualisiert: 13.02.2018

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Hätten Sie gedacht, dass Sie beim Bäcker möglicherweise einen aufgetauten Krapfen bekommen, ohne es zu wissen? Das ist nur eines der Ergebnisse unseres Tests, für den wir Marillenkrapfen in Bäckereien und Supermärkten eingekauft, sie verkostet und genau untersucht haben. - Dieser Test ist nur online und nicht im Heft erschienen.

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Wir haben Faschingskrapfen getestet (Bild: Thörisch/VKI)

13 Krapfen im KONSUMENT-Test

Krapfen gibt es zwar das ganze Jahr über, doch dieser Tage kommt wohl wirklich kaum jemand darum herum, das eine oder andere Stück zu verdrücken. Von all den verschiedenen Sorten, die Bäckereien und Supermärkte zu bieten haben, sind mit Marillenmarmelade gefüllte Krapfen nach wie vor die beliebtesten.

Diese wählten wir daher für unseren Test aus. 13 Proben kauften wir insgesamt ein. Sechs davon stammten aus Supermärkten (Merkur, Interspar, Billa) und von Diskontern (Hofer, Lidl, Penny), sechs aus Filialen der Bäckereien Mann, Felber, Ströck, Anker, Groissböck, Schwarz und eine von der Vollwertbäckerei Gradwohl. Die preiswertesten Krapfen hatte Lidl (Omas Backstube, 0,28 €/Stück), die teuersten Gradwohl (1,60 €/Stück).

Fast alle schmeckten

Die Proben wurden gleich nach dem Einkauf ins Labor zur Untersuchung gebracht. Parallel dazu fing bei uns im Haus das große Verkosten an. Dabei wurden Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz der Krapfen bewertet. Die Proben für die Verkostung kauften wir täglich frisch ein.

Testsieger: Krapfen von Hofer

Gleich vorweg: Am besten haben die Krapfen von Hofer (Gutes vom Bäcker) geschmeckt. Sie waren insgesamt die besten im Test und mit 0,32 €/Stück obendrein günstig. Doch auch an den anderen Krapfen gab es bei der Verkostung kaum etwas zu bekritteln. Nur zwei stießen auf weniger Anklang: Der Krapfen von Schwarz, weil er recht fettig war und der Krapfen von Mann, weil er stark nach Rum schmeckte. Außerdem enthielt er mit Abstand den meisten Zucker (23 Gramm). 

Am letzten Tag des großen Krapfenessens zu Testzwecken setzten wir unseren Verkostern noch selbst gebackene Krapfen vor und ließen sie diese außer Konkurrenz bewerten. Das Ergebnis: Die selbst gemachten schmeckten zwar etwas atypisch und eher nach Buchteln als nach Krapfen, aber sie mundeten.

Video im Blog

Näheres zur Verkostung erfahren Sie in unserem VKI-Blog unter www.blog.vki.at/article/faschingskrapfen-im-test. In dem Beitrag zeigen wir auch ein Video, wie wir Krapfen in Eigenregie im Backrohr gemacht haben.

Herkunft erfragt

Aber woher stammten eigentlich die Zutaten der untersuchten Krapfen? Wo wurden sie hergestellt? Und: Wurden sie frisch oder tiefgekühlt an die Filialen geliefert? Wir baten die Hersteller um Auskunft. Mit Ausnahme der Bäckerei Mann erhielten wir von allen Antwort.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
147 Stimmen
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Kommentare

  • Krapfen
    von rodolfo70 am 12.02.2018 um 18:40
    Mich stört es eigentlich nicht so sehr ob sie frisch oder aufgetaut sind mich stört das Palmfett am allermeisten, deshalb kaufe ich meine Krapfen bei meinem Bäcker den da bin ich mir sicher dien sind Palmfett frei
  • Gradwohl erzeugt Bio-Vollkornprodukte!
    von Tarifdschungler am 08.02.2018 um 21:47
    Das wird bedauerlicherweise nicht erwähnt - wie wenn das irrelevant wäre. Auf diverse synthetische Zusatzstoffe hin wurde gar nicht geprüft. Gradwohl ist die einzige Bäckerei, die Eier lt. Eigenangabe aus Freilandhaltung verwendet. Das ist glaubwürdig, während bei großindustrieller Herstellung sich hinter der angeblichen Bodenhaltung in vielen Fällen wohl doch Eier aus Käfighaltung aus Rumänien oder der Ukraine im Teig verbergen. +++ FETTGEHALT: "tendenziell höherer Fettgehalt als angegeben": Bei genauer Betrachtung war in SECHS getesteten Krapfen mehr Fett, während bei FÜNF die angegebene Menge (0 bis +2,7%) stimmte oder sogar weniger Fett (bis zu -40%!) enthalten war. +++ GESCHMACK: Auch wenn die VKI-Redaktion den Lesern ihre Geschmacksvorlieben -freundlich ausgedrückt- schmackhaft machen will, gilt dennoch, dass Geschmäcker verschieden sind: De gustibus non est disputandum.
  • größenunterschiede?
    von jumpingjack am 08.02.2018 um 18:57
    interessant und vielleicht ein bischen ausgleichend bzgl. preis/leistung wären vielleicht die angaben zu gewicht von teig und marmelade - denn da gibt es schon größere unterschiede - kleine mittlere und riesenkrapfen.
  • Krapfen
    von skipper54 am 08.02.2018 um 17:24
    Was mich noch stört, die meisten verwenden Palmfett.
  • Krapfen
    von skipper54 am 08.02.2018 um 17:21
    Habe heute bei Hofer einige gekauft, flaumig und viel Marmelade, dass waren aber die großen um 0,59
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