Topinambur

Frostknolle

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KONSUMENT 2/2019 veröffentlicht: 31.01.2019

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Kleine Knolle mit erstaunlichen inneren Werten: So lässt sich die unterirdisch wachsende heimische Knolle zwischen Oktober und März ernten, wenn der Boden nicht gefroren ist.

In der heutigen Zeit, in der es bei immer mehr Menschen ein steigendes Bewusstsein dafür gibt, dass der Verzehr von regionalen und saisonalen Lebensmitteln angewandter Umwelt- und Klimaschutz ist, kommt einer Eigenschaft des Topinambur besonderes Interesse zu: Die Knollen sind in der Erde frostfest bis zu minus 30 Grad. Ist der Boden nicht gefroren, kann man also zwischen Oktober und März frischen heimischen Topinambur ernten. Wenn die Pflanzen wieder austreiben, ist die Erntezeit vorbei. 

"Erdsonnenblume"

Topinambur ist mit der Sonnenblume verwandt. Die handtellergroßen gelben Blüten, die sich auf den bis zu drei Meter hohen Stauden befinden, erinnern deutlich an die große Verwandte. Auch wenn die unterirdisch wachsenden, knorrigen Knollen oft als Erdäpfelersatz angepriesen werden: Optisch erinnert Topinambur eher an Ingwer als an Erdäpfel. 
Form und Farbe können je nach Sorte unterschiedlich sein. (Bild: Valentyn Volkov/shutterstock.com)

Das Farbspektrum außen reicht von beige-braun bis violett-braun. Die Farbe des Fruchtfleisches kann von weißlich-beige über gelb bis bräunlich sein. Weitere Bezeichnungen für Topinambur sind Erdbirne, Erdsonnenblume, Knollensonnenblume, Indianerknolle, Erdartischocke oder Jerusalem Artischocke. 

Wenige Kalorien 

Topinambur hat neben dem „eingebauten Frostschutz“ noch andere interessante innere Werte. Hauptverantwortlich dafür ist Inulin (nicht zu verwechseln mit Insulin), ein Ballaststoff, der vom menschlichen Körper nicht aufgespalten und damit auch nicht aufgenommen werden kann. Erst im Dickdarm wird er fermentiert. Das kann bei empfindlichen Menschen zwar anfangs zu Blähungen führen, baut man Topinambur bzw. generell ballaststoffreiche Lebensmittel aber öfter in den Speiseplan ein, so gewöhnt sich die Darmflora an den neuen Reiz. Das Inulin hat auch präbiotische Wirkung. Die Bildung von hilfreichen Darmbakterien wird befördert.

Topinambur hat also einen hohen Ballaststoffgehalt und besteht zu ca. 80 Prozent aus Wasser. Das führt zu einem geringen Kaloriengehalt von nur 30 kcal/100 g. Dank des hohen Ballaststoffanteils stellt sich  aber ein gutes Sättigungsgefühl ein. Erwähnenswert ist auch der hohe Anteil an Eisen (3,7 mg/100 g).

Tipp: Wenn Sie im Zuge Ihrer Topinamburmahlzeit auch Vitamin C zu sich nehmen, etwa in Form von Fruchtsaft, Vitamin-C-haltigem Gemüse oder einem Obstsalat als Dessert, kann Ihr Körper das Eisen besser aufnehmen.

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