Online-Kriminalität

Gestohlene Identität

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KONSUMENT 3/2019 veröffentlicht: 28.02.2019

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Online-Kriminalität. Internet-Betrugsdelikte unter missbräuchlicher Verwendung persön­licher Daten steigen sprunghaft an. Die Täter lassen sich immer wieder neue Maschen einfallen.

Andreas S. aus Mistelbach bekommt eine besorgniserregende E-Mail von seiner guten Freundin Martina H. Darin schreibt sie, dass sie sich gerade in Barcelona aufhält und ausgeraubt worden ist. Alles Wichtige ist weg: Geldbörse, Pass und Handy. Nun braucht sie dringend Geld, um das Hotel und den Rückflug zu finanzieren. Ob er ihr kurzfristig aushelfen und 1.600 Euro auf ein Konto bei Western Union überweisen könne, will sie wissen. Andreas grübelt kurz und wählt dann ihre Handynummer.

Weder in Barcelona, noch bestohlen

Tatsächlich geht Martina selbst ans Telefon und ist recht erstaunt, als Andreas sie fragt, ob sie denn ihre Wertsachen wiederbekommen habe. Es stellt sich heraus, dass sie sich nicht in Barcelona aufhält, sondern wie ­gewohnt an ihrem Arbeitsplatz in Wien. Bestohlen worden ist sie auch nicht.

Ein klassischer Fall von Identitätsdiebstahl im Netz: Jemand hat sich in den E-Mail-­Account von Martina gehackt und die Nachricht an ausgewählte Kontaktpersonen aus ihrem Umfeld gesendet – in der Hoffnung, sich eine stattliche Summe zu ergaunern.

Gehäufte Fälle von Cybercrime

Die Zahl von Betrugsdelikten wie diesem ist in den letzten Jahren in die Höhe geschnellt. Die Fälle von Cybercrime häufen sich. Und sie spielen sich nicht nur im anonymen Dark­net ab (das durch solche Vorfälle in Verruf gekommen ist), sondern auch im von uns allen genutzten Clearnet, das wir als „das Internet“ kennen. Im Jahr 2017 gab es laut einer Statistik des österreichischen Bundes­kriminalamtes 16.804 Anzeigen zu Kriminalität im Netz – ein Plus von 28 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Wobei Experten von einer hohen Dunkelziffer ausgehen.

 


Dieser Artikel wurde aus den Mitteln des Verbraucherprogramms der Europäischen Union (2014 – 2020) gefördert.

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Kommentare

  • Kreditkarte
    von ling am 26.04.2019 um 16:31
    @Retro: Nein, altmodisch sind Sie (bezogen auf Punkt 2) sicher nicht, denn die Vermeidung der asozialen Medien stellt ganz bestimmt keine Bildungslücke dar. Hinsichtlich des Online-Bankings würde mich allerdings schon interessieren wie Sie das bewerkstelligen. Haben Sie so wenig Aufkommen? Gehen Sie tatsächlich in eine Bankfiliale und geben Zahlungsaufträge ab oder werfen sie ein? Oder lassen Sie so gut wie alles abbuchen/einziehen? Wie hoch sind dann Ihre Gebühren?
    Letzter Punkt war für mich entscheidend den gewohnten Weg zu verlassen und dem Internet zu "vertrauen". Meine Bankgebühren sind exakt Null, dafür muss ich einen Mindestdurchschnittsquartalssaldo am Konto haben, was jedoch kein Problem darstellt.
    Ich gehöre ganz bestimmt zu den besonders skeptischen (vorsichtigen) Menschen, doch Internet-Banking betreibe ich nunmehr bereits seit fast 20 Jahren. Ob es Zeit spart (wie einem immer wieder vorgekaut wird) sei einmal dahingestellt. Ich schätze allerdings den Wegfall des Papiers (zB Kontoauszüge) und den raschen Zugriff sowie alle Möglichkeiten der Digitalisierung (man muss keinen Ordner mehr öffnen und suchen, die Belege lassen sich blitzschnell finden). Das liegt vor allem auch daran, dass ich im analogen Zeitalter (Papier) schon immer ein schlampiger Mensch war und auch noch bin, während seit der Leistbarkeit von vernünftig/kostengünstig zu nutzenden Computern/Scannern/Speichermedien sich die Ordnungsliebe erstaunlich rasch gebessert hat. Doch es gibt auch Schattenseiten - über Datensicherheit, Verschlüsselung, Backup, etc reden wir ein anderes Mal...
    PS: Damit die Antwort nicht in eine Themenverfehlung ausartet - eine Kreditkarte nutzte ich bis heute nicht und habe auch nicht vor dies jemals zu tun. Die vielfach als Vorteil angepriesene verspätete Zahlungsverpflichtung ist ja auch nur Augenauswischerei, irgendwann gleicht sich das wieder aus. Vor etlichen Jahren konnte man vielleicht noch über einen gewissen Zinsgewinn sprechen, das fällt mittlerweile auch weg. Die meisten (Online-)Anbieter lassen auch alternative Zahlungsmöglichkeiten zu, sodass eine Kreditkarte vielfach entbehrlich ist. Mir reicht meine normale Bankomatkarte schon, denn der größte Nachteil dieses Plastikgeldes ist, dass man das auszugebende Geld nicht sieht. Wenn ich tausend Euro bar bezahle, schmerzt es viel mehr als wenn ich die Karte zücke...
  • Prepaid Kreditkarte
    von Retro am 28.02.2019 um 22:01
    Kann sein, dass ich eine altmodische Person bin: Bis heute verweigere ich Online Banking und Social Media. Das mag nicht jedermanns Sache sein, aber einen Tipp habe ich vielleicht doch: fürs online shoppen verwende ich eine Prepaid Kreditkarte. So ist der Schaden,sollte er passieren zumindest begrenzt.
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