KONSUMENT.AT - Spitz Mignon Wafers - Palmfett enthalten: keine traditionelle Zutat

Spitz Mignon Wafers

Österreichische Tradition?

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veröffentlicht: 09.04.2019

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Waffeln mit Haselnusscreme und Schokolade von Spitz, die mit „heimischer Tradition“ locken, aber mit Palmfett hergestellt sind. 

Das steht drauf: Spitz Mignon Wafers

Gekauft bei: Penny

Das ist das Problem

Von Spitz – Österreichische Nahrungsmittelproduktion seit 1857 – gibt es verschiedene Sorten Waffeln. Auf der Packung Mignon Wafers – Waffeln mit Haselnusscreme und Schokolade – steht „nach feinster österreichischer Tradition“, „Austrian delicious“ und es ist auch eine rot-weiß-rote Flagge abgebildet. 

Keine traditionelle Rezeptur: Palmfett, Palmöl, ...

Stecken nach traditioneller österreichischer Rezeptur hergestellte Schnitten in der Packung? Mitnichten! In der umfangreichen Zutatenliste sind gleich nach der Hauptzutat Zucker als pflanzliche Fette Palm, Palmkern und Kokos in veränderlichen Gewichtsanteilen angeführt. Gegen Ende der Liste scheint noch Palmöl auf. Diese Zutaten erwartet wohl niemand in einem Produkt, das angeblich „nach feinster österreichischer Tradition“ hergestellt wird.

„Originalrezept“: Auslobungen nicht rechtlich definiert

Wirbt ein Lebensmittel mit „traditioneller Rezeptur“, „alt“, „traditionell“ oder „Originalrezept“, so vermuten viele Konsumenten, dass es weniger stark verarbeitet ist. Der Haken an der Sache: Solche Auslobungen sind rechtlich nicht definiert. Damit beworbene Produkte können also durchaus auch für die industrielle Lebensmittelproduktion typische Zutaten wie etwa Palmöl enthalten.

Was bedeutet  „traditionell hergestellt“? 

Wir meinen: Werden bei der Lebensmittelherstellung Verfahren angewandt bzw. Zutaten verwendet, die früher nicht zur Verfügung standen, dann sollten die so erzeugten Produkte nicht mit Auslobungen wie „nach österreichischer Tradition“, „nach traditioneller Rezeptur“, „nach altem Originalrezept“ oder „traditionell hergestellt“ beworben werden. Werden solche Bezeichnungen trotzdem verwendet, dann sollte der Hersteller groß und deutlich auf der Packung erklären, was darunter zu verstehen ist. 
 

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