Beschichtete Pfannen getestet

Die Hälfte ist gut

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KONSUMENT 5/2019 veröffentlicht: 25.04.2019

Inhalt

Unsere Schweizer Kollegen vom Konsumentenmagazin "Saldo" haben 16 beschichtete Bratpfannen getestet. Die meisten sind auch in Österreich erhältlich – zumindest übers Internet.

Die Testkriterien waren Robustheit der Beschichtung, Handhabung, Temperaturverteilung, Aufheizen und Wärmespeicherung. Fazit der Untersuchung: Das perfekte Modell für jede Gelegenheit existiert nicht. Die besten haben aber ein breites Einsatzspektrum.

Beschichtete Bratpfannen kommen dem aktuellen Gesundheitstrend sehr entgegen. Denn als Kochherde noch mit Holz beheizt wurden, waren Bratpfannen aus massivem Eisen die erste Wahl. Damit nichts anbrannte, wurde mit viel Fett gebraten. Heute mahnt uns das Gewissen, an die Gesundheit zu denken und beim Kochen weniger Fett zu verwenden.

Email, Keramik oder Teflon

Dazu eignen sich die meisten beschichteten Pfannen. Ihre Bratoberfläche besteht meist aus Email, Keramik oder Teflon. Dadurch soll das Anbrennen ohne oder bei stark verminderter Fettbeigabe weitgehend vermieden werden.

Diese Kochgeräte müssen viel leisten: Nicht nur, dass an der Pfanne nichts kleben bleiben soll, der Belag soll auch mehrere Hundert Grad Hitze aushalten und nicht zerkratzen. Außerdem wird eine leichte Reinigung der Pfannen gewünscht.

"Gut" oder "genügend"

Das Testergebnis trennt die Spreu vom Weizen: Exakt eine Hälfte erhielt jeweils ein "Gut", die andere nur ein "Genügend".

Zu den guten gehören:

  • Zyliss Cook Induction Rock
  • Kuhn Rikon Colori Cucina Ceramic Induction Bratpfanne
  • Tefal Hero Chrome
  • Cucina & Tavola Gastro Induction
  • Silit Universalpfanne
  • WMF Speed Profi Stielpfanne
  • M-Budget Bratpfanne Antihaft-Innenbeschichtung
  • Kuhn Rikon Swiss Multiply Bratpfanne

Der Test zeigt auch, dass man bei Bratpfannen nie vom Preis auf die Qualität schließen sollte. Die guten Pfannen im aktuellen Test kosten von schlanken 9 bis zu geschmalzenen 150 Euro. Das mit schwer verdaulichen 180 Euro teuerste Testprodukt musste sich mit einem "Genügend" abspeisen lassen.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
11 Stimmen

Kommentare

  • Gesundheitstrend und Teflon
    von REDAKTION am 07.05.2019 um 13:55
    Sehr geehrter Herr Zirnig, vielen Dank für Ihren Kommentar. Offensichtlich haben wir etwas missverständlich formuliert. Der angesprochene Gesundheitstrend bezieht sich auf die Verwendung von weniger Fett.
    Was Teflon betrifft: Laut dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist die „normale“ Verwendung gesundheitlich unbedenklich. Das heißt, PTFE-beschichtete Pfannen und Töpfe sollten nicht länger als drei Minuten, auf den schnellen Induktionskochplatten überhaupt nicht leer erhitzt werden. Denn PTFE setzt ab einer Temperatur von 360 Grad Celsius giftige Dämpfe frei, wie Sie richtig anmerken. Diese können grippeähnliche Symptome („Teflonfieber“) verursachen. Befindet sich Gargut in diesem Kochgeschirr, ist eine Überhitzung laut BfR aber „sehr unwahrscheinlich“. Und sollten durch Zerkratzen Teflon-Teilchen frei und verschluckt werden, ist das dem Institut nach ebenso unbedenklich. Denn das PTFE wird unverdaut ausgeschieden.
    Bei sorgfältigem Umgang mit Teflongeschirr gibt es also keine gesundheitlichen Bedenken.

    Ihr KONSUMENT-Team
  • Der Gesundheitsaspekt
    von Mag Zirnig am 29.04.2019 um 14:37
    Dass beschichtete Pfannen generell dem aktuellen Gesundheitstrend entgegenkommen, möchte ich nicht so stehen lassen. Von Teflon (polymeres Tetrafluorethylen - PTFE) weiß man, dass es giftige Stoffe und Gase freisetzen kann, sodass eine Erwähnung dieses Risikos und eine Bewertung im Vergleich zu Email und Keramik in einem zeitgemäßen Test angebracht wäre. Es drängt sich die Parallele zu den hochgiftigen Leuchtstoffröhren auf, die vor einigen Jahren von Verbraucherorganisationen als "umweltfreundliche" Alternative zur bösen stromfressenden, aber dafür sauberen Glühbirne gepriesen wurden.
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