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Alternativen zu WhatsApp

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KONSUMENT 5/2019 veröffentlicht: 25.04.2019

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Datenschutz: Am Marktführer WhatsApp führt ein Weg vorbei. Hier die besten Messenger-Alternativen.

Bild: Denys-Prykhodov / Shutterstock.com

Facebook-Konzern dominiert

Der Markt ist riesig und doch überschaubar – in Österreich, europaweit, ja mit wenigen länderspezifischen Ausreißern sogar weltweit. WhatsApp liegt derzeit unangefochten voran, in einigem Abstand folgt der Facebook- Messenger und danach kommt lange nichts. Allen Datenschutzskandalen zum Trotz ist also der hinter beiden Diensten stehende Facebook-Konzern der dominierende Anbieter.

Eine Frage des Datenschutzes

Allerdings wird der Wunsch nach sicheren – oder genauer gesagt: sichereren – Alternativen stärker. Denn eines müssen wir klarstellen: Es geht nicht primär um die Sicherheit der Kommunikation (hier haben viele Messenger zueinander aufgeschlossen), sondern darum, was mit unseren persönlichen Daten geschieht, auf die diese Dienste Zugriff haben.

Facebook und WhatsApp gleichen Daten ab

Facebook und WhatsApp gleichen ja ungeniert die Nutzerdaten ab. Das betrifft nicht nur die Privatsphäre. Diverse Metadaten werden erhoben und gespeichert, nach dem Muster: Wer kommuniziert mit wem wie oft und wie lange? Für solche Daten interessieren sich beispielsweise auch die Strafverfolgungsbehörden.

Angenommen, ein Facebook-Kontakt begeht ein Wirtschaftsdelikt und sein Chatverlauf wird ausgewertet. So geraten Personen, die mit ihm kommuniziert haben, in den Verdacht der Mitwisserschaft. Auch der zukünftige Verkauf der gesammelten Daten an interessierte Unternehmen kann nicht ausgeschlossen werden; Stichwort: Bonitätsbewertung anhand des Social-Media-Umfelds .

Auch eine Frage des Betriebssystems

Was man ebenfalls nie vergessen sollte, ist die Tatsache, dass es sich um Smartphone-Apps handelt und die Nutzung der mobilen Geräte an sich schon mit Datenschutzrisiken behaftet ist. Der erzielbare Grad an Sicherheit kann sich folglich immer nur darauf beziehen, was auf einem handelsüblichen Smartphone unter den gängigen Betriebssystemen Android und iOS überhaupt möglich ist.


Dieser Artikel wurde aus den Mitteln des Verbraucherprogramms der Europäischen Union (2014 – 2020) gefördert.

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Kommentare

  • Fairchat
    von REDAKTION am 29.04.2019 um 09:53
    Es geht nicht darum, ob heimische Anbieter interessant sind oder nicht, sondern um die grundsätzlichen Auswahlkriterien. Berücksichtigt haben wir in diesem Fall jene Apps, die am meisten genutzt werden bzw. denen man bei der Suche im Internet bzw. in den App-Stores am häufigsten begegnet. Es gibt noch weitere "kleine" Anbieter, die deshalb nicht berücksichtigt wurden. Aber wir nehmen Ihren Hinweis gerne zum Anlass, um uns mit Fairchat näher zu beschäftigen - nicht obwohl, sondern gerade weil es sich um einen österreichischen Anbieter handelt. Ihr KONSUMENT-Team
  • Anbieter aus Vorarlberg Fairkom - Fairchat
    von robsch am 28.04.2019 um 08:07
    Ich hatte mir erhofft, in diesem Artikel auch etwas über der österreichischen Anbieter Fairkom - Fairchat zu erfahren. Aber wir (fast) immer sind heimische Firmen uninteressant......
  • Jabber/XMPP-Clients
    von REDAKTION am 23.04.2019 um 14:53
    Vielen Dank für die Ergänzung, mit der Sie absolut recht haben. Die Entsprechung zu Conversations für Android ist ChatSecure für iOS. Allerdings glauben wir, dass für die breite Masse der Nutzer die Hürde für den Umstieg hier noch größer ist als beim Wechsel zu einem der im Artikel genannten Messenger. Ihr KONSUMENT-Team
  • Jabber/XMPP-Clients (z.B.Conversations)
    von petzi am 21.04.2019 um 09:55
    Unbedingt sollten auch die sogenannten Jabber/XMPP-Clients erwähnt werden. Der zusätzliche Vorteil ggü den hier empfohlenen Messengern ist, dass die Server weltweit verteilt sind und die eindeutige Jabber-Id auf einem frei gewählten Server angelegt werden kann (auch ein eigener Server kann betrieben werden). Ein guter und verbreiteter Client dazu ist die App Conversations.
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