KONSUMENT.AT - Flugpreise: Rückerstattung - VKI hilft bei der Rückerstattung von Flug-Ticketkosten

Flugpreise: Rückerstattung

VKI hilft bei Storno von AUA- und Laudamotion-Flügen

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veröffentlicht: 29.04.2020

Inhalt

Derzeit gibt es beim VKI Beschwerden wegen stornierter Flugtickets infolge der COVID-19-Pandemie. Grund: Die Fluglinien bieten Kunden Gutscheine oder Umbuchungen als Ersatz an. Der VKI unterstützt kostenlos bei der Durchsetzung der Ansprüche auf Rückerstattung der Ticketpreise.

Anspruch auf Rückerstattung des vollen Ticketpreises

Betroffene Fluggäste wissen oft nicht, dass sie Anspruch auf Rückerstattung des vollen Ticketpreises nach Artikel 8 der Fluggastrechte-Verordnung haben. Die Rechtslage ist eindeutig: Findet der Flug aufgrund von COVID-19 nicht statt, steht betroffenen Kunden laut EU-Recht diese Rückerstattung zu.

Gutscheine oder Umbuchungen müssen Konsumenten nicht akzeptieren

Fluglinien bieten derzeit gerne Gutscheine und Möglichkeiten zur Umbuchung auf ein späteres Flugdatum an. Das müssen Konsumenten nicht akzeptieren. Der VKI sammelt Fälle von AUA und Laudamotion, um betroffenen Konsumenten bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche gegenüber den Fluglinien zu helfen. Die Unterstützung des VKI erfolgt ab sofort und kostenlos. 

VKI-Flugpreisrückerstattung

Betroffene melden sich unter www.verbraucherrecht.at/flugstorno2020 beim VKI zur Rückerstattung der Flugpreise an. Die Aktion ist vorerst bis 31. Mai 2020 befristet. 

Dies sind die Voraussetzungn zum Teilnehmen an der VKI-Sammelaktion:

  • Flug gebucht bei AUA oder Laudamotion
  • Wohnsitz in Österreich
  • Flugdatum vor dem 01.06.2020 (Für Flüge nach diesem Datum ist die Entwicklung der COVID-19 Situation aus derzeitiger Sicht nicht abschätzbar. Eine Aufnahme des Flugverkehrs ist noch ungewiss.) 

Angebote der Fluglinien

Auf eine Anfrage einer Konsumentin schreibt Austrian Airlines etwa: „Ihre Tickets, […], können nun bis 31. August 2020 ruhend gestellt werden. Der aktuelle Ticketwert bleibt dabei bestehen. Bis zu diesem Datum haben Sie Zeit, ein neues Abflugdatum bekannt zu geben. Die neue Reise muss bis 31. Dezember 2020 gestartet werden, auch die Destination kann im Rahmen dieser Kulanzregelung gebührenfrei geändert werden.“

Bei Laudamotion wird nach Schilderungen von Betroffenen zwar die Rückerstattung des stornierten Fluges angeboten. Folgen sie den Anweisungen auf der Homepage, werden sie im Kreis geführt und landen schließlich bei der Telefonhotline. Diese sei aufgrund der Vielzahl an Anfragen total überlastet.

Verpflichtung zur Rückerstattung von Ticketpreisen

„Es steht betroffenen Konsumentinnen und Konsumenten natürlich frei, einen Gutschein oder eine Umbuchung des Ulrike Wolf (Bild: U. Romstorfer/VKI) Fluges zu akzeptieren“, betont Mag. Ulrike Wolf, Leiterin der Abteilung Aktionen des VKI. „Bestehen Kunden allerdings auf die Rückerstattung des Ticketpreises, sind Fluglinien nach Artikel 8 der europäischen Fluggastrechte-Verordnung dazu verpflichtet, binnen 7 Tagen den vollständigen Ticketpreis zurückzuzahlen. Die derzeitige Vorgehensweise der genannten Fluglinien ist folglich inakzeptabel. Deshalb bietet der VKI ab sofort allen Betroffenen, die einen Flug bei AUA oder Laudamotion gebucht haben und das Geld für den Ticketpreis zurückverlangen, eine kostenlose Unterstützung zur Durchsetzung ihrer Ansprüche an.“

Weitere Infos rund um die Flugstornierungen infolge der COVID-19-Pandemie  und Rückerstattung der Ticketpreise finden Betroffene auf www.verbraucherrecht.at

 

 

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Kommentare

  • Schauen die Konsumenten bei den anderen Airlines durch die Finger?
    von multitude am 01.06.2020 um 18:46
    Es ja sehr lobenswert, dass Sie, die von AUA und Laudamotion ums Ohr gehaute Konsumenten unterstützten. Wieso lassen Sie alle anderen im Regen stehen?
    Die Kunden bei lediglich 2 Airlines zu bevorzugen, finde ich überhaupt nicht gut, entweder alle Geschädigten oder keine.