KONSUMENT.AT - Deocreme selber machen - Rezept und Anleitung um Deocreme aus Kokosöl selbst herzustellen

Deocreme selber machen

Zwei Zutaten reichen

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KONSUMENT 8/2020 veröffentlicht: 30.07.2020

Inhalt

Zwei Zutaten reichen aus, um geruchsneutral durch den Sommer zu kommen.

Bild: Africa-Studio / Shutterstock.com

 

Wo Naturprodukt draufsteht, muss kein Naturprodukt drin sein – das gilt auch für Deos, wie unsere Erhebung in Test: Naturkosmetik-Deos 6/2020 gezeigt hat. Nachhaltigkeits-Redakteur Markus Stingl hat sich nun an einer Do-it-yourself- Deocreme versucht – und ist vom Ergebnis durchaus begeistert.

Die Zutatenliste: 50 ml Bio-Kokosöl (kaltgepresst, nativ) und 50 g Natriumhydrogencarbonat (Natron). Das war’s. Natron ist ein altes Hausmittel gegen Schweißgeruch, es wirkt antibakteriell. Kokosöl eignet sich sehr gut als Trägersubstanz. Es behält bis ca. 25 Grad Raumtemperatur seine cremige Konsistenz und lässt sich gut mit dem Finger unter den Achseln auftragen.

Die Zubereitung

Kokosöl im Wasserbad verflüssigen, z.B. in einem gut gereinigten Marmeladeglas. Richtiges Timing ist bei der Beimengung des Natrons gefragt. Es löst sich im flüssigen Kokosöl nämlich nicht auf, sondern sinkt ab. Um es gleichmäßig mit dem Kokosöl zu vermengen, z.B. mit einem Holzspatel, muss der Zeitpunkt abgepasst werden, wo das Öl wieder eine cremige Konsistenz annimmt.

Et voilà: Das Ergebnis kann sich riechen lassen (dezenter Kokosduft) und reicht bei sparsamer Anwendung mehrere Wochen, sogar Monate – pro (gewaschener!) Achsel genügt eine erbsengroße Portion. Zugegebenermaßen ist das Auftragen auf die Haut etwas gewöhnungsbedürftig. Das Natron fühlt sich sandig an. Den Peeling-Charakter reduziert, wer weniger Natron verwendet.

Allerdings, da Natron der Deo-Wirkstoff ist, lautet hier wohl die Faustformel: je mehr Natron, desto weniger Schweißgeruch. Wer das Zubereitungs-Prozedere auf ein, zwei Mal pro Jahr beschränken möchte, kann die Mengen von Kökosöl und Natron entsprechend erhöhen. Im Kühlschrank aufbewahrt hält die Deocreme einige Monate.

Kokosöl = nachhaltig?

Nun können Sie berechtigterweise sagen: „Kokosöl? Das ist doch nicht nachhaltig!“ Es stimmt, Kokospalmen wachsen in tropischen Gebieten. Und da die Lebensmittelkonzerne nach Palmöl-Ersatz suchen, wird der Kokospalmen-Anbau zunehmend industrieller (Monokulturen im Regenwald). Aber betrachten Sie es so: Es ist deutlich nachhaltiger, 50 g Kokosöl für eine Deocreme zu benutzen, die wochenlang in Gebrauch ist, als die gleiche Menge Kokosöl z.B. zum Backen eines Kuchens zu verwenden, der in zwei Tagen aufgegessen ist.

Weitere Anleitungen zum Selbermachen (Do-it-Yourself - DIYs) finden Sie auf unserem Blog:

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