KONSUMENT.AT - Browser: Verschiedene Optionen - Es muss nicht immer Chrome sein

Browser: Verschiedene Optionen

Brave, Vivaldi & Co

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KONSUMENT 8/2020 veröffentlicht: 30.07.2020

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Google Chrome dominiert den Browsermarkt. Dabei gibt es ähnlich leistungsstarke Alternativen, die mehr auf Datenschutz achten oder weniger Werbung einblenden. 

In KONSUMENT 4/2020 war in der Kommentarspalte dieser Seite einmal mehr ►Google das Thema. Das Unternehmen dominiert nicht nur den Werbe-, sondern mit Chrome [kroum] auch den Browsermarkt. Letzteres müsste allerdings nicht so sein und es liegt in der Hand der Nutzer, dies zu ändern.

Ursprung Chromium

Die Bezeichnung Chrome ist nämlich hergeleitet von einem anderen ►Browser namens Chromium. Dieser ist unter Beteiligung von Google entstanden, er ist jedoch ►Open Source. Chromium selbst ist in erster Linie für Entwickler gedacht, bildet aber die Basis für diverse andere Browser, die von den jeweili­gen Anbietern nach ihren eigenen Vorstel­lungen adaptiert werden.

Leistungsfähige Alternativen zu Google

Bekannte Chromium-Ableger sind beispielsweise Opera  und die aktuelle Version von Edge [edsch], der unter Windows 10 vorinstalliert ist. Ein naher Verwandter von Opera – und somit gleichfalls ein Chromium-basierter Browser – ist Vivaldi . Weiters erwähnenswert ist Brave [bräjw], Download unter https://brave.com/de .

Datenschutz und Nutzerfreundlichkeit

Sie alle sind nicht nur ähnlich leistungsfähig wie Chrome; sie haben sich – vielleicht mit Ausnahme von Edge, der zu Microsoft gehört – im Sinne der Nutzer dem Daten­schutz und der Reduktion von Werbeein­blendungen verschrieben. Genau das sind ja die heiklen Punkte bei Chrome.

Nicht standardmäßig aktiviert

Zwar gibt es entsprechende Optionen, die sind aber nicht standardmäßig aktiviert und auch nicht so umfassend. Verständlich, denn warum sollte sich Google selber die Einnahmequellen abdrehen? Unabhängig davon hat der Erfolg von Chrome leider dazu beigetragen, dass es kaum noch Browser abseits von Chromium gibt, denn auch jene für das mobile ►Be­triebssystem Android basieren in der Regel darauf. Quasi-Monopole sind in keinem Bereich wünschenswert.

Abseits von Chromium?

Zu den wenigen Ausnahmen zählen der Safari-Browser (beschränkt auf Apple-Geräte), Browser für iPhone und iPad (selbst Chrome ist aufgrund der Vorgaben von Apple dort nicht Chromium-basiert) sowie Firefox [fajafocks] von Mozilla .

Das Gute daran ist: Alle genannten Browser stehen kostenlos zur Verfügung. Sie können nach Lust und Laune ausprobiert werden – und das problemlos auch parallel.
 

 
Zu den fettgedruckten Begriffen im Text finden Sie auf der nächsten Seite dieses Artikels weiterführende Erklärungen. Dabei handelt es sich um Auszüge aus unserem KONSUMENT-Technik-Lexikon für Einsteiger, das im Herbst 2020 erscheint.

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