KONSUMENT.AT - Corona-Impfstoff: Comirnaty von BioNtech/Pfizer - So lief die Zulassung

Corona-Impfstoff: Comirnaty von BioNtech/Pfizer

So lief die Zulassung

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KONSUMENT 3/2021 veröffentlicht: 25.01.2021

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Kurz vor Weihnachten 2020 erhielt Comirnaty von BioNTech/ Pfizer als erster Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 die Zulassung in der EU. Unsere Partner von medizin-transparent.at haben sich die Zulassungsstudie genau angesehen.

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Zulassungsstudie

An der Zulassungsstudie zum Impfstoff Comirnaty nahmen knapp 44.000 Testpersonen teil. Je 22.000 der Teilnehmenden erhielten den Impfstoff bzw. einen Schein-Impfstoff (Placebo) aus Kochsalzlösung. Die Studie begann Ende Juli 2020 und dauerte bis Mitte November 2020. An der Studie nahmen ungefähr zur Hälfte Männer und Frauen teil, knapp 20 Prozent waren 65 Jahre oder älter. Etwa die Hälfte der Teilnehmenden hatte eine Vorerkrankung (z.B. Herz-, Lungenerkrankung, Diabetes) und/oder war übergewichtig.

Schutzwirkung 95 Prozent

Es zeigte sich, dass die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, durch die Impfung im Vergleich zum Placebo um 95 Prozent sinkt. Die Studie läuft weiter, um weitere Daten zur Impfschutz-Dauer und zu unerwünschten Wirkungen zu sammeln.

Nebenwirkungen

Wie bei allen Medikamenten bzw. Impfstoffen treten auch bei Comirnaty unerwünschte Wirkungen, sogenannte Nebenwirkungen, auf. Am häufigsten (73 Prozent) wurden Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle beobachtet. Allerdings kam es auch bei 11 Prozent derjenigen, die mit dem Placebo geimpft worden waren, zu diesen Nebenwirkungen. Die Symptome waren nach ein bis zwei Tagen verschwunden.

Ebenfalls häufig (70 Prozent) sind Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber, Schüttelfrost, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Allerdings litten auch 34 Prozent aller mit einem Placebo Geimpften unter derartigen Symptomen. Diese Symptome dauerten ungefähr einen Tag. Nach der 2. Injektion waren sie meist etwas stärker als nach der 1. Dosis.

Bei 0,3 Prozent der Geimpften kam es zu vorübergehenden Lymphknotenschwellungen. Leichtere allergische Reaktionen traten bei 0,6 Prozent in der Impf- und 0,5 Prozent in der Placebo-Gruppe auf. Bei einer Testperson kam es zu einer schwerwiegenden Lymphknotenschwellung.

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