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Datenschutz: Google-Konto verwalten

Mehr Privatsphäre

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KONSUMENT 10/2018 veröffentlicht: 27.09.2018, aktualisiert: 16.01.2019

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Spannende Aktivitäten

Richtig interessant wird es unter „Google-Aktivitäten verwalten“. Rufen Sie zunächst die „Aktivitätseinstellungen“ auf. Die „Web- und App-Aktivitäten“ und der darunter ­befindliche „Standortverlauf“ hängen – wie von Google mittlerweile bestätigt – ­enger zusammen als bisher angenommen. Trotz Deaktivierung des Standortverlaufs liefern diverse Dienste weiterhin ortsbezogene Informationen an Google – so lange, bis man auch die Web- und App-Aktivitäten abschaltet.

Deaktivieren schadet nicht

Auf jeden Fall ergibt der Blick in die Aktivitätseinstellungen, dass Sie standardmäßig – neben Ihrem jeweiligen Aufenthaltsort – unter anderem Ihre Suchanfragen, Ihre Kontakte und Kalendereinträge, Ihre Sprachbefehle und die von Ihnen auf YouTube angesehenen Videos an Google weitergeben. In der Praxis gibt es – von allfälligen Komforteinbußen abgesehen – keine negativen Auswirkungen, wenn Sie hier ­alle Optionen deaktivieren.

Aufzeichnungen löschen

Möchten Sie kontrollieren, welche Ihrer Aktivitäten Google bisher bereits gespeichert hat, gehen Sie mit dem Pfeil links oben um eine Seite zurück. Danach klicken Sie unter „Aktivitäten ansehen“ auf „Meine Aktivitäten aufrufen“. Möglicherweise werden Sie sich wundern, was Sie hier alles finden. Sicher ist: Sie können diese Aufzeichnungen löschen.

Das eine oder andere Aha-Erlebnis bescheren könnten Ihnen auch die „Zeitachse in Google Maps“ und das „Google-Dashboard“. Dort finden Sie eventuell zusätz­liche Informationen, die Google über Sie gespeichert hat (z.B., wo Sie sich gestern, letzte Woche oder auch im Sommerurlaub aufgehalten haben) und Sie können weitere Einstellungen vornehmen.

Werbung: personalisiert oder nicht

Unter den „Einstellungen für Werbung“ können Sie – wie auch bei anderen Anbietern üblich – Werbeeinblendungen im Browser oder in Apps zwar nicht abstellen, aber Sie können entscheiden, ob Sie auf ­Ihre Interessen abgestimmte Werbung ­sehen möchten oder doch lieber allgemein gehaltene.

Im Fall der interessenbasierten Werbung werden dafür relevante Infor­mationen (Stichwort: Zielgruppe) auch an Dritte weitergegeben. Ihre Identität oder Ihre exakte Wohnadresse werden zwar nicht offengelegt, Sie sollten aber wis­sen, dass es aufgrund der vielen aus unter­schied­lichen Quellen stammenden Daten mittlerweile durchaus möglich ist, mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine bestimmte Person rückzuschließen.

Auch nicht uninteressant sind die Optio­nen unter „Inhalte kont­rollieren“. Damit Sie Ihre Daten nicht ausschließlich den Servern des Internet-Riesen über­lassen, können Sie hier ein ­Archiv und zugleich ein Offline-Backup Ihres Google-Kontos herunterladen.

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Kommentare

  • Google-Konto
    von REDAKTION am 28.11.2018 um 13:49
    Liebe Leserin, lieber Leser! Aufgrund diesbezüglicher Anfragen folgende Klarstellung: Falls Sie noch gar kein Google-Konto besitzen und bisher auch keinen Bedarf dafür hatten, ergibt es auch keinen Sinn, ein solches neu anzulegen. Sie würden dort keinerlei gespeicherte Daten über sich vorfinden, weil Sie ja bisher keine Google-Services genutzt haben, bei denen Sie mit einem Ihrer Person zugeordneten Google-Konto angemeldet waren. Ihr KONSUMENT-Team