KONSUMENT.AT - Drucker und Multifunktionsgeräte - Scan: sehr gut bei Text und Farbgrafik

Drucker und Multifunktionsgeräte

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KONSUMENT 4/2013 veröffentlicht: 21.03.2013

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Letzteres bedeutet, dass einzulesende Doku­mente wirklich völlig plan auf der Glasscheibe des Scanners liegen müssen, will man Ver­zerrungen und/oder Unschärfen vermeiden. Ein etwas dickeres Buch beispielsweise wird im Bund – dort, wo die einander gegenüber­liegenden Seiten des Werkes in der Mitte ­zusammenstoßen – leicht zu verwischten, ­verwackelten, unscharfen Scans führen.

OCR: Canon mit eingeschränkter Software

Das sieht nicht nur unschön aus, es ver­ursacht auch Probleme, wenn die Texterkennungs-Software (OCR) das vom Scanner aufgenommene „Bild“ in weiterverarbeitbaren Buchstaben-Text ­umwandelt (alle Geräte ­außer jene von Canon kommen mit ent­sprechender Software daher; Canon liefert nur eine eingeschränkte Umwandlung von OCR auf PDF-Format).

Scan von Fotos: zwischen 15 s und 2 min

Und wer endlich seine Fotos aus den vergilbten Alben und den zahllosen Schuhschachteln digitalisieren möchte, wird gut daran tun, nicht nur die erkennbaren Qualitäts­unterschiede der Geräte in dieser Kategorie zu beachten, sondern auch die benötigte Zeit für einen Scan. Diese reicht von flotten 15 Sekunden bis zu mehr als 2 Minuten pro A4-Vorlage. Multipliziert mit dem Inhalt von Alben und Schuhschachteln ergibt das für das Gesamtprojekt gewaltige Unterschiede im Zeitaufwand.

Kopien: von 1:10 bis 4:45 Minuten

Selbiges gilt auch für die Anfertigung von Kopien: Von 1:10 bis 4:45 Minuten kann es dauern, bis Sie eine Foto-Kopie in Händen halten. Zwar geht das Kopieren von Text­vorlagen deutlich schneller, dennoch fällt auf, dass die Kopierfunktion nach wie vor die Schwachstelle der Multifunktionsgeräte darstellt. Obwohl es sich ja „nur“ um die Zusammenfassung zweier Vorgänge zu handeln scheint – das Einlesen der Vorlage und unmittelbar danach deren Ausdruck –, gibt es hier sehr unterschiedliche Ergebnisse, je nachdem, ob Text, eine Farbgrafik oder ein Foto kopiert wird. Generell liegt der Qualitätslevel niedriger als in den Rubriken „Scannen“ oder „Drucken“ für sich betrachtet.

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Kommentare

  • Linux HP am besten
    von wilmersdorf am 02.12.2014 um 19:55
    Die Aussage, dass für keines der Geräte Linux Treiber verfügbar sind stimmt nicht. Am besten funktionieren unter Linux aber HP Geräte. Einfach anstecken und los geht es - ohne separate Treiberinstallation.
  • Tintenkosten unvollständig berechnet
    von kurmy31 am 11.05.2013 um 08:44
    Der Test suggeriert leider die verbreitete Fehlannahme, dass Tintenkosten nur durch tatsächliches Drucken entstehen. Zu berücksichtigen wären noch Häufigkeit und Verbrauch von Reinigungszyklen, auch z.B. die Frage, ob man einen Drucker problemlos vom Stromnetz trennen kann (Stichwort: Stromsparen durch Steckerleiste), oder danach mit einem teuren Reinigungszyklus "bestraft" wird.
  • Drucker und Tinte: ein Artikel der Süddeutschen Zeitung
    von Joe Leutner am 08.04.2013 um 13:56
    http://www.sueddeutsche.de/digital/technische-tricks-drucker-hersteller-zocken-kunden-ab-1.1641097 Die These ist, dass kurze Lebensdauer der Drucker nicht dem Geschäftsmodell entspreche, nicht mit der Hardware, sondern mit dem Zubehör (der Tinte) Gewinn zu machen..
  • Drucker und Multifunktionsgeräte
    von eiger am 22.03.2013 um 13:31
    m.E. sind die Tests von PC-Magazinen deutlich transparenter, und danach richte ich meine Kaufentscheidung. Da gibt es schon auch mal wertvolle Hinweise, wie man die Lebensdauer derartiger Geräte "verlängern" kann, oder den "Saft" einer Tintenpatrone eines anderen Herstellers z.B. mit Softwareprogrammen zum fliessen bringt. Die Tintenkosten sind enorm, eine Wohltat ist die Wiederbefüllung durch einen Dienstleister - ab 10€ ist angemessen.
  • Bei diesem Test fehlen Daten zur Langlebigkeit. Stichwort geplante Obsoleszenz
    von Markus1980Wien am 22.03.2013 um 09:39
    Nachdem erst vor Kurzem im Konsument über ein "eingebautes Verfallsdatum" in technischen Geräten berichtet wurde, und Epson (laut Arte-Dokumententation: http://www.youtube.com/watch?v=zVFZ4Ocz4VA) im Ruf steht einen Chip einzubauen, der nach einer gewissen Anzahl von gedruckten Seiten (bei verschiedenen Epson-Modellen angeblich 18.000), den Drucker unbrauchbar macht, vermisse ich Informationen zur Langlebigkeit. Es ist mir schon klar, dass sie aktuelle Drucker nicht jahrelang testen können, vor allem da die Drucker meistens gar nicht so lange am Markt sind. Trotzdem wäre ein Massentest (zb. 100.000 Seiten) durchaus machbar, bzw. könnte KONSUMENT auf die deutsche Stiftung Warentest dementsprechend einwirken, solche Tests auch durchzuführen. Auch würde ich begrüßen, wenn bei neuen Druckern einer Marke im Test auch angegeben wird, wie lange die Lebensdauer älterer Geräte derselben Marke waren. (etwa so: die in den letzten Jahren getesteten Drucker der Marke XY hielten im Schnitt 3,1 Jahre bevor sie kaputt gingen.)