Elektromobilität

11 Antworten zum E-Auto

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KONSUMENT 8/2018 veröffentlicht: 26.07.2018

Inhalt

Ob das Elektroauto der Heilsbringer in Mobilitäts- und Klimafragen ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Wir bieten Ihnen dafür eine Diskussionsgrundlage.

Umweltbilanz: Ist der Umstieg auf ein Elektroauto überhaupt sinnvoll?

Auch wenn sehr oft versucht wird, dem Elektroauto die ökologischen Vorteile abzusprechen oder diese zumindest stark zu relativieren, unterm Strich und vor allem längerfristig stellt es eine deutlich umweltfreundlichere Möglichkeit für individuelle Fortbewegung dar. Ein Elektroauto erfordert zwar in der Herstellung einen höheren Energieaufwand, insbesondere wegen der schwergewichtigen Batterien, es spart aber im Betrieb wegen des hohen Wirkungsgrads des Elektroantriebs ein Vielfaches davon ein. Und es ist der einzige nahe­liegende Weg, von fossilen Kraftstoffen wegzukommen – sofern die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energieträgern erfolgt.

Stromverbrauch: Ist ein Elektro­auto wirklich so sparsam?

Aufgrund des hohen Wirkungsgrades des Elektroantriebs beträgt der Energieverbrauch beim Fahren nur etwa ein Viertel bis ein Drittel gegenüber einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Wenn man den Stromverbrauch eines Elektroautos nun mit 15 bis 20 Kilowattstunden (kWh) auf 100 Kilometer annimmt, bei einem Preis von 20 Cent pro kWh, so sind das drei bis vier Euro auf 100 km im Vergleich zu sechs bis acht Euro bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Das öffentliche Laden und Schnellladen kommt je nach Tarifmodell des Stromversorgers mitunter teurer.

 

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Kommentare

  • Abzocke bei Ladetarifen - Stellungnahme Elektromobilitätsteam Energie Graz
    von REDAKTION am 28.11.2018 um 15:46
    Als Reaktion auf den betreffenden Leserbrief veröffentlichen wir nachstehend auszugsweise eine Stellungnahme des Elektromobilitätsteams der Energie Graz:
    "Bezug nehmend auf den Leserbrief zur 'Abzocke bei Ladetarifen' möchten wir uns vorab für den Hinweis bedanken. Wir sind dadurch darauf aufmerksam geworden, dass die Darstellung in der Lade-App nicht eindeutig war. Dies wurde bereits angepasst. Bei den Ladesäulen der Energie Graz wird immer nur jene Leistung verrechnet, welche die Ladesäule abgibt. Beim Großteil der Ladestationen der Energie Graz sind das 11 kW. Pro 100 km wären das bei dem Fahrzeug (Renault Zoe) hierbei Kosten von 3,9 € brutto. An den angesprochenen Ladestationen mit 22 kW betragen die Kosten für 100 km rund 7 € brutto. Ausgenommen sind Schnellladestationen mit 50 kW. Das unterscheidet sich erheblich von den Kosten eines konventionellen Fahrzeugs. Zudem ersparen sich Elektrofahrzeugnutzer bei der Anschaffung die Kosten für die NoVA und als Unternehmer auch die MwSt. Auch bei den laufenden Kosten entfällt die motorbezogene Versicherungssteuer. Elektromobilitätsteam der Energie Graz"
    - Ende der Stellungnahme, Ihr KONSUMENT-Team
  • Relativierung: Abzocke bei Ladetarifen
    von petzi am 04.11.2018 um 12:18
    Guten Tag,
    da mich die Ausführungen von Herrn Schmidt etwas schockiert haben, habe ich versucht mich da etwas schlau zu machen und möchte dazu auch einige Richtigstellungen vornehmen.
    Eine doppelt solange Ladedauer bei meinem Renault Zoe (mit 41 kWh Batterie) im Winter kann ich nicht feststellen. Ich denke aber, dass möglicherweise bis zu 1 Std dazu kommt, wenn die Batterie sehr kalt ist, da damit der max. Ladestrom begrenzt wird.
    Die dargestellten Preisberechnungen stellen für mich nur den schlimmsten Fall dar, den man durch "kluges" Laden verhindern kann. Z.B. kann bis zu einer Stunde Ladezeit eingespart werden, wenn nur bis etwa 90% aufgeladen wird, da es im Vergleich sehr lange dauert die restl. 10% einer Batterie voll zu bekommen. Für eine gesunde Batterie ist eine komplette Ladung nur alle 5-10 Zyklen notwendig.
    Weiters sollte darauf geachtet werden, dass bei Tarifen, wo der max. mögliche Strom der Ladesäule den Preis bestimmt, die passenden Ladesäulen (in Bezug auf die Leistung) benutzt werden. Laut meinen Recherchen ist das, wie schon Herr Schmidt angemerkt hat, beim Tarif GRAZdriveEflex der Fall. Jedoch für eine Ladesäule, die max. 22,1 kW liefern kann den 50kW-Tarif zu berechnen, würde ich auch als bodenlose Frechheit empfinden. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich hier um einen Fehler in der App handelt und dass hier ein klärendes Gespräch mit Energie Graz sinnvoll wäre.
    Die AGB der Energie Steiermark weisen darauf hin, dass die max. entnommene Energie den Tarif bestimmt, was ich fairer finde, da im Fall des Renault Zoe dann der 22kW-Tarif zu Einsatz käme. Am fairsten finde ich einen gemischten Tarif (Strompreis pro kWh + Standpreis pro h), der z.B. bei Wien Energie zu Einsatz kommt. Ich denke, dass sich diese Form des Tarifes in Zukunft auch durchsetzen wird um einem "Dauerladen" entgegen zu wirken.
    Zum Schluss möchte ich hier noch einen Tarifvergleich unter "idealeren" Bedingungen vornehmen um die E-Mobilität in ein etwas besseres Licht zu rücken.
    Kosten E-Ladung im Sommer bis 90% in 2 Stunden zum 22kW-Tarif €0,14/min: €16,8 /300km => €5,6 /100km
    Kosten E-Ladung im Winter bis 90% in 2,5 Stunden zum 22kW-Tarif €0,14/min: €21 /200km => €10,5 /100km
    Kosten Benzin im Sommer bei 7l /100km und €1,30/l => €9,10 /100km
    Kosten Benzin im Winter bei 8-9l /100km und €1,30/l => €10,4-11,7 /100km
    Im (städtischen) Kurzstrecken-Verkehr muss von noch höheren Treibstoffverbräuchen ausgegangen werden und zu Hause laden ist natürlich um einiges billiger ;-)

    mfg, Thomas Nemec
  • E-Mobilität
    von puerzi am 14.10.2018 um 00:31
    Bin von 1968 bis Jänner 2018 mit 12 verschiedenen Fahrzeugen unterwegs gewesen, davon die letzten 30 Jahre Citroen (BX, Xantia, C5). Seit Februar lenke ich fast ausschließlich in Wien einen E-Golf. Jetzt weiß ich was mir bisher abgegangen ist. Ein leises Fahren mit , wenn notwendig einer tollen Beschleunigung, und vom Kraftstrom einem unschlagbaren Preis bei Ladung in meiner Garage von derzeit 3 Cent/km. Habe 1/2 Jahr auf das Fahrzeug gewartet, hat sich in jedem Fall ausgezahlt.
  • 80.000 km mit eGolf - Vorteile / Nachteile
    von IdidItMyWay am 21.08.2018 um 17:45
    NACHTEILE:
    1.) Reichweite: die versprochenen 200 km können nur eingehalten werden, wenn ich dauernd mit 80 km/h bei einem Rückenwind von 80 km/h auf einer abschüssigen Straße fahre. Das bedeutet: Wenn ich 100 km/h Höchstgeschwindigkeit fahre, wird es nach 100 gefahrenen Kilometern Zeit, sich um eine Ladestation umzuschauen.
    2.) Kosten für 100 km: Die genannten 20 cent/kWh gelten nur zu Hause. Bei Schnellladestationen zahle ich ca. EUR 9,00 für 130 km Reichweite. Wenn ich also nur bei Schnellladestationen "tanke", ist der Kilometer teurer, als bei einem konventionellen Auto.
    UNENTSCHIEDEN: Bei den Anschaffungskosten von EUR 40.000 muss fairerweise die folgende Zusatzausstattung berücksichtigt werden: Automatikgetriebe, Navigationssystem, Tempomat mit Abstandregelung, Klimaanlage mit "Standheizung/-kühlung"
    VORTEIL:
    Servicekosten vernachlässigbar.
    Da ich hauptsächlich zu Hause lade - geringe Km-Kosten.
    Umweltfreundlich, da in Strom aus Wasserkraft beziehe (hier kann selbst VW nicht mit Abgaswerten schummeln)
    Komfort
  • Das E-Auto, eine Alternative ?
    von flathtv am 08.08.2018 um 00:20
    .... für Otto Normalverbraucher, ist die Anschaffung eines E-Autos nicht bzw. noch nicht sinnvoll, aber auf das kommt's im Endeffekt raus.
    Wer kurze Wege zurücklegt, hat sicher auch die Möglichkeit mit den Öffis zu fahren. Wer mobil sein will, muss auch das Ziel in einer Zeitspanne erreichen, die realistisch ist und nicht mit Ladestopps von ca. 45 Min. aufgehalten wird. Der Wasserstoffantrieb ist laut Expertenmeinung die zukünftige Alternative zur E-Mobilität und der ist bekanntlich unbegrenzt vorhanden.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo