KONSUMENT.AT - Elfenbein - Elefanten vom Aussterben bedroht

Elfenbein

Jagd nach dem weißen Gold

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KONSUMENT 9/2017 veröffentlicht: 31.08.2017

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Elefanten vom Aussterben bedroht

Derzeit gibt es nach Schätzungen des WWF noch zwischen 400.000 und 570.000 Elefanten in Afrika, zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es mehrere Millionen. Der WWF rechnet mit der Ausrottung der Tiere innerhalb von 15 Jahren, sollte die Wilderei nicht ­gestoppt werden. Die Vereinten Nationen betrachten den Wildtierhandel neben dem Drogen-, Waffen- und Menschenhandel als eines der großen Kapitalverbrechen.

Ähnlich wie beim Drogenhandel trägt eine regel­rechte Wildtiermafia zur Destabilisierung ganzer Regionen bei. Neben Elfenbein gehören die Hörner von Nashörnern, Tigerfelle oder Haifischflossen zu den begehrten – illegalen – Produkten. Laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN sind weltweit über 7.700 Tierarten vom Aussterben bedroht; von Elefanten und Gorillas über Rep­tilien bis zu Vögeln – das entspricht etwa 20 Prozent aller bekannten Säugetierarten und über 10 Prozent aller bekannten Vogelarten.

Handelssanktionen vereinbart

Im September 2016 brachte die CITES-Artenschutzkonferenz in Johannesburg einen wichtigen Erfolg gegen den internationalen illegalen Handel mit Elfenbein. Unter Androhung möglicher Handelssanktionen werden Staaten, die durch illegalen Handel auffallen, dazu gebracht, besser und effektiver da­gegen vorzugehen. Gleichzeitig sind alle Staaten aufgefordert, ihre nationalen Elfenbeinmärkte zu schließen.

Wildtiermärkte noch nicht geschlossen

Einer der größten Absatzmärkte für Elfenbein ist China, wo der nationale Handel bis vor Kurzem erlaubt war – was nach Meinung vieler Experten Schlupflöcher für den ille­galen Handel bot. Mittlerweile hat die chinesische Regierung beschlossen, den Handel mit Elfenbein ab Ende 2017 zu verbieten. "In China gelten Elfenbeinschnitzereien als Statussymbole", weiß Scattolin. "Hier ist es enorm wichtig, die Konsumenten über die Auswirkungen des Elfenbeinhandels zu informieren." Die ersten Stätten für Elfenbeinschnitzerei in China wurden bereits ­geschlossen. Der WWF fordert auch die Schließung der großen Wildtiermärkte in Vietnam, Thailand und Myanmar.

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