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Bio-Produkte aus dem Supermarkt (Marktübersicht)

Der Nische entwachsen

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Konsument 2/2006 veröffentlicht: 19.01.2006

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Trend zu Bio-Supermärkten steigt

Ursprünglich wurden Bio-Produkte über den Naturkosthandel und Direktvermarkter vertrieben. Mitte der 90er-Jahre stiegen die Handelsketten mit eigenen Bio-Linien ein. Heute werden Bio-Lebensmittel in erster Linie in Supermärkten erstanden. Vor allem die Diskonter legten zuletzt kräftig zu. Beim Naturkosthandel geht der Trend mittlerweile ebenfalls in Richtung größere Verkaufsflächen, also weg von kleinen Läden und Ab-Hof-Verkauf und hin zu Bio-Supermärkten.

Wo haben wir erhoben?

Für unsere Erhebung haben wir klassische Supermärkte und Bio-Supermärkte in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol herangezogen. Das Schwergewicht der Produktauswahl liegt bei Frischware. Wir bieten damit einen Überblick über das Angebot und die Preisspanne. Ausdrücklich möchten wir betonen, dass diese Erhebung keine Aussagen über die Qualität oder den Geschmack zulässt. So finden sich beispielsweise bei Brot sehr unterschiedliche Sorten im Angebot.

Verschiedene Anbieter

In Bio-Supermärkten besteht das Angebot ausschließlich aus Bio-Produkten (ausgenommen Livit). In Supermärkten mit Bio-Linie werden Lebensmittel aus konventioneller und biologischer Landwirtschaft angeboten, darüber hinaus oft noch Reformware. Für letztere gibt es zwar keine rechtlich verbindliche Definition, doch landläufig werden darunter Produkte aus dem „gesunden Eck“ (zum Beispiel Rohrzucker, Haferflocken) verstanden, die allerdings wiederum nicht bio sein müssen. Wer Bio-Lebensmittel erstehen will, muss daher schon einen genauen Blick auf die Produktkennzeichnung werfen, damit letztendlich das Richtige im Einkaufswagen landet. Bei unverpacktem Brot und Gebäck sollten gut geschulte Verkäufer informiert sein, welche Produkte bio sind.

Unterschiedliches wird angeboten

Gut sortierte Supermärkte führen etwa hundert Bio-Artikel, Bio-Supermärkte mitunter etliche tausend. Bei Handelsketten kann das Warenangebot zudem je nach Filiale unterschiedlich sein. Ein besonders reichhaltiges Sortiment fanden wir bei Biomarket, denn’s bio und Maran; ähnlich bei Livit, doch der Naturkostmarkt führt nicht nur Bio-Produkte. Egal ob Jogurt, Käse, Butter, Kartoffeln, Babynahrung, Säfte– die Auswahl ist enorm. Diese Produktgruppen gab es zwar in gut sortierten Supermärkten ebenfalls, doch das Angebot war dort doch deutlich weniger reichhaltig. Äpfel, Zwiebeln, Karotten, Brot und Gebäck führten fast alle Geschäfte. Jedoch meist nur ein oder zwei unterschiedliche Sorten bzw. Produkte, sodass der Konsument kaum eine Wahlmöglichkeit hat. Ähnliches gilt für Tiefkühlgemüse. In dieser Sparte sind die Preisunterschiede im Vergleich zu Produkten aus konventioneller Landwirtschaft übrigens ziemlich gering. Sonst muss für Bio-Produkte zum Teil wesentlich tiefer in die Tasche gegriffen werden.

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