KONSUMENT.AT - Blausäure in Marillenkernen - Warnung

Blausäure in Marillenkernen

Vergiftungen, Atemlähmungen, Tod

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KONSUMENT 10/2020 veröffentlicht: 24.09.2020

Inhalt

Manchmal sind auch toxisch wirkende Konzentrationen natürlicher Inhaltsstoffe der Grund für Meldungen im EU-Schnellwarnsystem – etwa im Fall bitterer Marillenkerne. 

Das EU-Schnellwarnsystem für Lebensmittel (RASFF) warnt vor Produkten, die Marillenkerne enthalten und besondere Wirkungen versprechen. Sie werden häufig ohne überzeugenden Nachweis als Heilmittel gegen Krebs vermarktet, enthalten aber Blausäure in Mengen, die gefährlich sind.

Blausäure kann lebensgefährlich sein

Die Kerne enthalten hohe Mengen des natürlichen Inhaltstoffs Amygdalin, der bereits beim Kauen und während der Verdauung zu toxischer Blausäure umgesetzt wird und so zu schweren Vergiftungen mit Atemlähmungen bis hin zum Tod führen kann.  

Höchstgehalt für Blausäure festgelegt

Die EU hat vor Jahren einen Höchstgehalt für Blausäure in Marillenkernen, die an Endverbraucher verkauft werden, festgelegt. Dennoch werden weiterhin solche mit deutlich über dem Höchstgehalt liegenden Blausäuregehalten in den Verkehr gebracht.  

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