KONSUMENT.AT - Brot und Gebäck - Herkunftsgerüchte, Tiefkühlware

Brot und Gebäck

Semmeln auf Knopfdruck

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Konsument 2/2011 veröffentlicht: 20.01.2011, aktualisiert: 26.05.2011

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Herkunftsgerüchte

Dass das die ganze Wahrheit ist, bezweifeln Insider. Gemunkelt wird, dass vieles, was in den Aufbacköfen landet, mit dem Laster aus einem riesigen Werk in Polen herangekarrt wird. Auch chinesische Ware soll schon gesichtet worden sein. Bei unserem gerade in Arbeit befindlichen Test von Aufbackgebäck für zu Hause (KONSUMENT 3/2011) stellten wir jedenfalls fest: Produkte für das eigene Backrohr kommen von ziemlich weit her. Nur wenige Proben haben als Herkunftsland Österreich.

Frische aus der Tiefkühltruhe

Sicher ist: In die Aufbackstationen der Supermärkte kommt überwiegend tiefgekühltes Gebäck. Dafür werden in großen Herstellungsbetrieben sogenannte Teiglinge produziert, die – abhängig von der Gebäcksorte – entweder vorgebacken (fast fertig) oder vorgegart (halb fertig) sind und anschließend eingefroren und ausgeliefert werden. Dieses System ist für den Handel unschlagbar praktisch.

Das Ausgangsmaterial wandert in den Gefrierschrank und von dort je nach Kundenfrequenz in den Aufbackofen. Wenn es sein muss auch spät am Abend. Auf diese Art erhält der Kunde zu jeder Tageszeit ofenfrisches Gebäck. Oder auch warmes Brot, denn längst liefern die Backstationen nicht nur Semmeln & Co. Bereits vorgebackene Ware wird innerhalb weniger Minuten "aufgerescht", vorgegarte Produkte bleiben länger im Ofen.

Unterschiedliches Ergebnis

Doch wer bei den Frischetheken im Supermarkt zulangt, weiß auch: Je nach Geschick und Auslastung der zuständigen Handelsangestellten fällt das Ergebnis unterschiedlich aus: Staut es sich vor der Theke, kommt das Gebäck zu früh aus dem Ofen und hat kaum Farbe. Oder es hat Überzeit und wird dunkel und trocken, weil niemand zum Ausräumen kommt. 

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Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Gute Idee der Artikel!
    von escargot am 21.02.2011 um 22:45
    Vorweg: Ich habe die auFgebackenen Dinger, die sich Semmeln nennen auch komplett satt! Aber so einfach wie Sie es schildern ist es halt leider nicht: Gehen wir wieder in die Bäckerei statt in den Supermarkt um uns unser Gebäck dort zu kaufen, das stärkt die regional Wirtschaft und ist sicher ein Beitrag gegen die Globalisierung ... ja, wenn s so einfach wäre ... Tatsache ist aber, dass es z.B. im 16.Bez. KEINE einzige Bäckerei mehr gibt, die auSgebackene statt auFgebackener Semmeln anbietet!!! Ströck, Anker, Der Mann u.a. Großunternehmen dominieren die Bäckerlandschaft, keine Spur vom Bäck ums Eck, der noch selbst bäckt! Wo also soll ich hier meine auSgebackenen Semmeln hernehmen???
  • Keine Werbung
    von REDAKTION am 14.02.2011 um 14:20

    Wir testen nicht nur Produkte, sondern gehen auch regelmäßig in heimische Betriebe, um uns vor Ort zu informieren. Daraus entstehen gelegentlich Reportagen, wie jene über Johannes Bachhalm aus Kirchdorf an der Krems, der für den Papst eine Weihrauch-Schokolade erfunden hat (Konsument 7/2009). Oder über "Teekanne", den größten heimischen Abfüller von Kräuter- und Früchtetess im Beutel (Konsument 12/2010). Für unseren Beitrag über Brot und Gebäck gingen wir in die Backstube von Josef Schrott, Innungsmeister der österreichischen Bäcker, um an einem konkreten Beispiel zu zeigen, dass es abseits der Aufbacköfen im Supermarkt auch noch eine Backtradition ohne industrielle Fertigprodukte gibt. Wenn in diesem Text für etwas Werbung gemacht wird, dann für österreichisches Handwerk.

    Ihr Konsument-Team

  • Brot und Gebäck - Schrottwerbung
    von 1122 am 13.02.2011 um 11:52
    Die als "Reportage" bezeichnete halbseitige Werbeeinschaltung für die Bäckerei Schrott verstößt gegen die statutengemäße Werbefreiheit von "Konsument" und erschüttert das Vertrauen in die Objektivität und Unparteilichkeit der Zeitschrift. Grotesk wird es, wenn "Konsument", der immer vor zu viel Zucker und Salz in den Lebensmitteln warnt, im letzten Satz hervorhebt, dass die Brezeln von Schrott, ob "süß oder salzig" "bei Kindern ein Hit" sind. So wie zahlreiche andere Sätze in dieser "Reportage" ein reiner Werbeslogan! Wie konnte ein derartiger Artikel, der nur Selbstdarstellung ist und kein sachlicher, mit konkreten Mitbewerbern vergleichender Test, in die Zeitschrift gelangen? Es gibt noch viele andere Bäckereien, die ebenfalls nicht aufbacken und ebenfalls keine Fertigmischungen verwenden.