Champagner, Sekt, Frizzante und Co

Korken knallen ...

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Konsument 1/2004 veröffentlicht: 15.12.2003

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Im Tank oder in der Flasche

Die zweite Gärung kann in einem bis zu 200.000 Liter fassenden Tank (Großraumverfahren) oder in der Flasche (Flaschengärung) erfolgen.
Bei der traditionellen Flaschengärung erfolgt die zweite Gärung in derselben Flasche, in der der fertige Schaumwein verkauft wird. Die Flaschen stecken kopfunter in so genannten Rüttelpulten und werden 2 bis 3 Monate lang mehrmals täglich teilweise noch von Hand gerüttelt, damit der Wein mit der Hefe intensiv in Berührung kommt, und gedreht (als Markierung kann ein Farbtupfer auf dem Flaschenboden dienen). Maschinell, zum Teil auch computergesteuert, geschieht die Rüttelung in großen, bis zu 500 Flaschen fassenden Käfigen. Bei diesem Verfahren lagern sich Trübstoffe und Hefereste (= Depot) am Korken ab.

Schockgefrieren und fertig abfüllen

Am Ende der Reifung erfolgt das Degorgieren: Der Flaschenhals wird schockgefroren, die Flasche geöffnet, der Depotpfropfen schießt durch den Überdruck heraus.
Die Flasche wird mit der so genannten Versanddosage (= Wein oder Wein mit Zucker) aufgefüllt, neu verkorkt und mit Draht gesichert.
Eine Mischform ist die Flaschengärung nach dem Transvasierverfahren: Nach der Gärung in Flaschen kommt der Schaumwein in große Druckbehälter, Hefe- und Trübteilchen werden
herausgefiltert, und der Schaumwein wird mit Versanddosage in Verkaufsflaschen abgefüllt. Das erspart das aufwendige Degorgieren. Auf dem Etikett darf „Flaschengärung“ stehen, nicht aber der Zusatz „traditionell“.

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