Diätcamps für Kinder und Jugendliche (Marktübersicht)

Achtung, fertig, los!

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Konsument 6/2007 veröffentlicht: 16.05.2007

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Reserven für die nächste Wachstumsphase

Ob ein Kind lediglich mollig oder bereits übergewichtig ist, lässt sich nicht immer einfach erkennen. In den ersten Lebensmonaten wirken fast alle Zwerglein rundlich. Säuglinge haben normalerweise eben Babyspeck. Kinder wachsen außerdem in Schüben – einmal mehr in die Höhe, dann wieder mehr in die Breite, um Reserven für die nächste Wachstumsphase anzulegen. Der erste große Schub in die Höhe beginnt etwa ab dem zweiten und dauert bis zum siebenten, achten Lebensjahr. Mit zehn bis zwölf Jahren setzt dann der nächste große Schub ein. Während der Wachstumsphasen sollten Babyspeck und zwischenzeitlich angesetzte Speckröllchen weitgehend schwinden. Wenn sie allerdings bleiben, sind sie später nicht mehr so leicht loszuwerden.

Berechnen, vergleichen

Ob Erwachsene zu viel wiegen, lässt sich anhand des Body Mass Index (BMI) errechnen: Dazu wird jeweils das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat dividiert. Werte zwischen 19 und 25 bedeuten Normalgewicht. Was darüber hinausgeht, signalisiert „zu viel“.
Bei Kindern und Jugendlichen reicht es nicht aus, den BMI zu errechnen. Auch Alter und Geschlecht müssen in die Beurteilung einbezogen werden. Sogenannte Perzentilkurven (aus alters- und geschlechtsspezifischen Vergleichswerten gebildet) zeigen, welche Werte des BMI in welchem Alter normal sind. Ein BMI auf dem 90. Perzentil bedeutet, dass 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen in diesem Alter einen kleineren BMI haben. Wird diese Linie überschritten, spricht man von Übergewicht. Ein BMI über dem 97. Perzentil weist auf Adipositas (Fettleibigkeit), einer über dem 99,5. Perzentil auf extreme Adipositas hin. Wenn Sie es für Ihr Kind ganz genau wissen wollen: Im Internet finden sich einschlägige Homepages, auf denen der BMI errechnet und mit alters- und geschlechtsspezifischen Perzentilen verglichen werden kann (z.B. www.mybmi.de/ main.php).
Überschüssige Kilos belasten den Bewegungsapparat und erhöhen das Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch das Selbstwertgefühl leidet. Dicke Kinder können beim Sporteln mit Gleichaltrigen oft nicht mithalten und neigen dann dazu, sich zurückzuziehen.

Klein anfangen

Bleibende Gewichtsveränderungen können nicht über Crash- oder Wunderdiäten, sondern ausschließlich über eine konsequente Umstellung der Ess-, Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten erzielt werden. Soll das auf Dauer funktionieren, muss die ganze Familie in diesen Prozess eingebunden sein. Mit ausgewogener Ernährung, geregelten Mahlzeiten und vermehrter körperlicher Aktivität können Kilos nach und nach schwinden. Das Setzen von kleineren, erreichbaren Zielen ist dabei wichtig. Selbst geringe Gewichtsreduktionen wirken sich positiv auf Körper und Seele aus. Überzogene, unrealistische Ziele sorgen dagegen lediglich für Frust.

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