KONSUMENT.AT - Diäten - "Kohlenhydrate sind keine Dickmacher"

Diäten

Runter mit den Kilos

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KONSUMENT 1/2012 veröffentlicht: 29.12.2011

Inhalt

Christina Lachkovics-Budschedl, Sandra König: Kohlendhydrate sind keine Dickmacher  (Bild: E.Würth/VKI)"Kohlenhydrate sind keine Dickmacher" 
Christina Lachkovics-Budschedl, Sandra König
(ISBN 978-3-7088-0514-6)

 Bewertung:

Mit dieser Diät können Sie mittelmäßig abnehmen (Bild: VKI/Haberl)  

 

 

Das steckt dahinter: Christina Lachkovics-Budschedl ist Ernährungswissenschaftlerin. Sie hat fit10 (www.fit10.at) entwickelt, ein Programm für die Rückkehr zu einem "normalen" Essverhalten. Das Buch stellt diese Methode vor. Sandra König ist Co-Autorin. Sie arbeitet für die Kronen Zeitung und in der Redaktion von Barbara Stöckl.

Das gibt’s zu essen: Es darf dreimal täglich gefuttert werden, allerdings mit einem Abstand von vier bis sechs Stunden zwischen den ­Mahlzeiten. Durch diese langen Pausen soll die Fettverbrennung angekurbelt werden. Je nach Woche kommen unterschiedliche Lebensmittel auf den Tisch. Mit einem persönlichen Speiseplan wird die richtige ­Menge an Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß berechnet, die man essen darf.

Das Programm gliedert sich in drei Abschnitte, die jeweils drei bis vier Wochen dauern. Das soll Abwechslung in den Menüplan bringen. Zu Beginn sind Zucker, Marmelade oder süße Mehlspeisen verboten, später in kleinen Mengen wieder erlaubt. Es gibt Obst- und Gemüsetage ­sowie ein Dinner light mit leicht verdaulichem Eiweiß wie z.B. Joghurt. Kohlenhydratreiche Abendessen sind dagegen nur selten gestattet. Kaum zu glauben, dass eine solche Einschränkung ausgerechnet bei einer Diät daherkommt, die unter dem flotten Titel "Kohlenhydrate sind keine Dickmacher" verkauft wird!

Was Sie noch ans Ziel bringt: Leider wenig, denn das Sport­programm ist bescheiden: Laufen, Walken, Nordic Walking, Wandern und Spazieren. Dazu kommt noch ein Krafttraining. Die Beschreibung des Krafttrainings ist ungenau und lückenhaft. Ein Hinweis auf mögliche Gefahren und ­Risiken fehlt, ebenso die Notwendigkeit einer sport­medizinischen ­Abklärung für alle Couch-Potatoes. Damit geht sich für das Sport­programm nur noch ein "Genügend" aus.

Das meinen wir dazu: Das Buch dient eigentlich als Werbung für das fit10-Programm der Autorin. Ohne ihre persönliche, nicht gerade preiswerte Beratung (228 Euro), die sie auf www.fit10.at anbietet, ist kein individueller Ernährungsplan möglich. Der Buchtitel weckt völlig falsche Erwartungen, denn der Schwerpunkt dieser Ernährungsumstellung liegt nicht auf Nudeln, Reis und Erdäpfeln, wie man ­erwarten könnte, sondern auf einer Mischkost mit einem berechneten Kohlenhydratanteil. Außerdem gibt es Listen mit verbotenen Lebensmitteln, je nachdem, in welcher Woche des Abnehmprogramms man sich gerade befindet.

Fazit: Das Buch macht nur dann Sinn, wenn Sie auch eine Ernährungsberatung der Autorin zukaufen.

+  Das Buch ist leicht verständlich und motivierend geschrieben.

– Ohne persönliche Beratung durch die ­Autorin ist der Nutzwert gering. 
– Auf bestimmte Lebensmittel muss immer wieder verzichtet werden. 
– Die Anleitungen zu mehr Bewegung sind dürftig.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
52 Stimmen
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Kommentare

  • Buch Die Laufdiät
    von Franz Kafka am 30.12.2011 um 10:59
    Kritikpunkt – Wenig Anleitungen und praktische Tipps, was genau man essen soll. Diese Kritik kam von vielen Lesern und wurde von den Autoren mit dem Folgebuch Die Laufdiät Das Kochbuch beantwortet. Es enthält neue Rezepte für 28 Tage und neue Laufpläne.