Essen

Essen soll Spaß machen

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Konsument 2/1999 veröffentlicht: 01.02.1999

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Das liegt zweifellos am Wandel der Zeiten. Früher gab es mehr Hunger als Essen, heute ist es gottlob umgekehrt. Heute darf sich ja ein Esser, der ein Kilo Überschuß aus dem Schweineberg beißt, fast schon als Wohltäter am Agrarmarkt fühlen. Und der Gedanke, daß man demnächst zu jeder Großpackung Gulaschfleisch ein Handy geschenkt bekommen könnte, scheint auch nicht mehr ganz abwegig zu sein. Kurzum: Es ist nicht mehr leicht, einen vollen Magen mit der Dankbarkeit von anno Wassersuppe zu betrachten. Schon gar nicht für Kinder, die sogar auf das Märchen vom Schlaraffenland nur mehr mitleidig reagieren. Igitt, gebratene Tauben und lauter so Zeug! Hatten denn die armen Leute nicht einmal Ketchup? Es soll auch schon Kinder geben, die von einem Ei nur mehr dann überrascht sind, wenn sie darin kein Plastikspielzeug, sondern einen Dotter finden. Womit klar wäre, daß die Grenzen zwischen Essen und Spielen schon sehr verschwommen sind.

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