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Farbstoffe in Lebensmitteln: Sudanrot

Keine Alarmstufe Rot

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Konsument 1/2010 veröffentlicht: 03.12.2009

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Mit Farbstoff nachgeholfen

Als wir für unseren Test auf Einkaufstour gingen, wählten wir hauptsächlich Produkte aus, bei denen keine Farbstoffe deklariert waren. Das Bekenntnis zu Farbe aus der Retorte fanden wir daher nur auf einem Produkt, der Tandoori Masala Gewürz­mischung von TRS. Sie enthält E 124 und E 102. Diese Buchstaben-Zahlen-Kombinationen stehen als Kürzel für die Farb­stoffe Tartrazin und Cochenillerot A. Beide sind Azofarben, im Gegensatz zu Sudanrot aber in Lebensmitteln erlaubt. Unserer Meinung nach sind sie in einer Gewürzmischung schlicht unnötig.

Kinder: Hyperaktivität begünstigend?

Die Substanzen stehen außerdem im Verdacht, Hyperaktivität bei Kindern zu begünstigen. Auch wenn eine Gewürzmischung allein noch keinen Zappelphilipp macht: Der Nachwuchs bekommt über abenteuerlich gefärbte Süßigkeiten und Getränke genug synthetische Farbstoffe ab. Da sind solche Mischungen, die durch die Änderung unserer Essgewohnheiten immer öfter auch auf Kindertellern landen, unnötig.

Entwarnung

Und was ist mit Sudanrot? Feine Sache, dass wir hier uneingeschränkt Entwarnung geben können. Bei keinem der von uns ­untersuchten Produkte war dieser Farbstoff nachweisbar. Wenn das keine heiße Nachricht ist!

 

 

So haben wir getestet

Die Proben wurden im September 2009 eingekauft und mittels HPLC (Hochdruckflüssigkeits-Chromatografie) und SPD-Detektor auf das Vorhandensein von Sudanrot untersucht.

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