KONSUMENT.AT - Fertigsuppen - G wie Glutaminsäure

Fertigsuppen

Mit Geschmacksturbo

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KONSUMENT 4/2012 veröffentlicht: 29.03.2012

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G wie Glutaminsäure

Geschmacksverstärker wie Glutaminsäure und ihre Salze (Glutamate) haben einen schlechten Ruf, Stichwort "China-Restaurant-Syndrom". Darunter versteht man Kopf- und Gliederschmerzen, Taubheit im Nacken sowie Übelkeit nach dem Verzehr von glutamathaltigen Speisen. Diese Symptome treten allerdings nur auf, wenn in sehr kurzer Zeit sehr hohe Dosen – mehr als 10 g Glutamat – aufgenommen werden. Solche Mengen sind durch den Verzehr von Lebensmitteln fast nicht zu erreichen. Das ändert nichts daran, dass einzelne Personen sehr sensibel auf diesen Geschmacksverstärker reagieren.

Appetitanregung, Sensibilität für natürliche Aromen

Selbst wenn Glutamat keine gesundheitlichen Probleme macht: Wer sich regelmäßig diesem Einheitsgeschmack aussetzt, verliert die Sensibilität für das natürliche Aroma von Lebensmitteln. Außerdem soll der Geschmacksverstärker den Appetit anregen und kann so möglicherweise Übergewicht begünstigen. Bedenklich auch, dass sich die Glutamatproduktion und damit der Verzehr seit den 1970er-Jahren verfünffacht hat.

Natürliche Glutaminsäure

Glutaminsäure bzw. Glutamat wird aber nicht nur Produkten zugesetzt. Viele Lebensmittel, insbesondere Parmesan, Paradeiser, Fisch und Soja, enthalten von Naur aus viel Glutaminsäure und werden daher zum Würzen von Gerichten genutzt. Auch Hefeextrakte sind reich an natürlicher Glutaminsäure.

Niedrige Glutamin-Werte in Suppen

Für unseren Test haben wir bei allen Suppen den Anteil der Glutaminsäure analytisch bestimmt und daraus den Glutamatgehalt berechnet. Die gefundenen Werte waren mit 16 bis 94 mg Glutaminsäure pro 100 ml zubereitete Suppe erstaunlich niedrig.

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