KONSUMENT.AT - Frankfurter - Kommt die Wurst aus Österreich?

Frankfurter

Nicht wurscht, was drin ist

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KONSUMENT 5/2011 veröffentlicht: 19.04.2011, aktualisiert: 24.06.2011

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Während die Experten ihre Frankfurter erst am Ende der auf der Verpackung aufgedruckten Mindesthaltbarkeit serviert bekamen, wurden den Laienverkostern ihre Würstel bald nach dem Einkauf kredenzt. Sehr gut schmeckten den Laien nur die von Tann in St. Pölten für Spar produzierten Frankfurter. Die Radatz-Würstel rochen am besten und Dorfgold gewann in Sachen Aussehen.

Konsumenten wollen wissen, was sie kaufen. Daher muss auch die Kennzeichnung der Produkte stimmen. Und genau hier gab es so wie praktisch bei jedem Lebensmitteltest Probleme. Zehn Produkte entsprachen nicht den Vorschriften, bei weiteren zehn war ihre Einhaltung nur mangelhaft. Die Beanstandungen reichten von Druckfehlern über falsche Bezeichnungen bis zu vergessenen Angaben. Hier besteht durchaus noch Verbesserungsbedarf.

Kommt die Wurst aus Österreich?

Da vielen unserer Leser die Herkunft ihres Essens ein wichtiges Anliegen ist, schauten wir auch nach, woher das verwurstete Fleisch kommt. Häufig fanden wir die Auslobung „hergestellt in“ oder „Qualität aus Österreich“. Das kann viel heißen, muss aber nicht. Mit dem Mascherl "aus Österreich“ darf sich ein Produkt nämlich bereits dann schmücken, wenn 50 Prozent der Wertschöpfung im ­Inland erfolgen. Hier produzierte Frankfurter – aus Fleisch von wo auch immer – werden auf diese Weise flott zu österreichischen ­Würsteln.

AMA-Gütesiegel und -Biozeichen

Eine Garantie, dass tatsächlich österreichisches Fleisch verarbeitet wurde, bieten derzeit nur das AMA-Gütesiegel und das AMA-Biozeichen mit Herkunftsgarantie. Eine Grundvoraussetzung für diese Zeichen ist übrigens auch der Verzicht auf Kartoffelstärke. Welche Frankfurter mit dem AMA-Siegel ausgezeichnet sind, finden Sie ebenfalls in unserer Tabelle.

Debrezinertest in KONSUMENT 6/2011

Nicht ganz so beliebt, aber ebenfalls ein Klassiker sind Debreziner. In KONSUMENT 6/2011 lesen Sie, wie diese scharfen Würstel im Test abgeschnitten haben.

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Kommentare

  • Glutamat
    von REDAKTION am 06.06.2011 um 15:14

    Prinzipiell lässt sich durch die verpflichtende Zusatzstoffkennzeichnung leicht herausfinden, ob Glutamat in einem Lebensmittel enthalten ist. Dadurch kann man auch auf Produkte umsteigen, die dieses nicht enthalten. Bei den Frankfurtern ist es möglich, auf Geschmacksverstärker zu verzichten. Deshalb führen wir den Zusatz von Geschmacksverstärkern in der Tabelle auch an.

    Glutamat selbst ist das Salz der Glutaminsäure. Bei Glutaminsäure handelt es sich um eine Aminosäure, also einen Eiweißbaustein. Glutaminsäure kommt nicht nur in Form von Glutamat in der Nahrung vor, sondern auch als Bestandteil von Proteinen. Alle Formen der Glutaminsäure gehen in den Eiweißstoffwechsel über und werden vollständig verwertet.

    Wenn Sie sich die Seite http://www.zusatzstoffe-online.de (vom deutschen Verbraucherschutz herausgegeben) ansehen, finden Sie genauere Informationen hinsichtlich der Toxikologie von Glutamaten. Es gibt derzeit keine Hinweise, dass Glutamat in neurologischer Hinsicht bedenklich wäre. Auf dieser Seite sind auch Aufnahmemengen zu finden: "Europäer nehmen täglich etwa ein Gramm Glutaminsäure aus eiweißhaltigen Lebensmitteln zu sich. Hinzu kommen schätzungsweise 0,3-0,6 g als Zusatzstoff zugesetzte Glutaminsäure.“ Das belegt, dass eine ausgewogene Ernährung selbst Glutaminsäure liefert. Das soll jetzt kein Plädoyer für den Zusatzstoff Glutamat sein, aber doch aufzeigen, dass es selbst bei kritischer Betrachtungsweise keine Hinweise gibt, dass ein gelegentlicher Konsum von Glutamat gesundheitsschädlich ist.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • glutamat
    von milch_spekulant am 04.05.2011 um 19:39
    auch mit foodwatch. foodwatch klärt die menschen auf und warnt. wieso machen sie das nicht?
  • glutamat
    von milch_spekulant am 04.05.2011 um 19:36
    @redaktion: das habe ich gemacht. doch ich entdecke bei a6 (hofer frankfurter) kein glutamat oder gemüseextrakte. deshalb meine frage. mir ist schon klar das es ohne salz und gewürze nicht möglich ist ein schmeckendes würstel herzustellen. doch ich finde es spricht nichts gegen salz und gewürze. glutamat hingegen ist aus neurologischer gesehen ein rauschgift und zerstört gehirnzellen. weiters fördert es übergewicht und steht auch in verdacht parkinson oder alszheimer zu begünstigen. deshalb erwarte ich mir von einem verbraucherschutz magazin aufklärung und das die konsumenten davor gewarnt werden. sie haben dieses glutamat würstel als sehr gut bewertet. das ist absolut nicht verständlich. sie koperien doch
  • Glutamat
    von REDAKTION am 04.05.2011 um 14:24

    Öffnen Sie die "Testtabelle: Frankfurter". Klicken Sie anschließend auf "Gesamttabelle öffnen". In der Rubrik "Zutaten" finden Sie, was genau in den getesteten Würsteln steckt. Achtung: Diese Informationen sind nur für Abonnenten von "Konsument" zugänglich.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • glutamat würstel auf platz 1???
    von milch_spekulant am 03.05.2011 um 20:35
    vielen dank für die antwort. wo sind die zusatzstoffe in a6 versteckt?