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Frischkäse

Alles in Käse

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Konsument 7/2000 veröffentlicht: 01.07.2000

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Die Wahrheit hinter F. i. T.

Unabhängig von der Bezeichnung ist der F. i. T.-Wert zwar für die Herstellung relevant, den Konsumenten nützt er aber wenig. Je mehr Wasser in einem Käse enthalten ist, desto weniger Trockenmasse und desto weniger Fett hat er. Daher ist die F. i. T.-Angabe wenig aussagekräftig. Angewiesen ist man auf die freiwilligen Nährwertangaben der Hersteller auf den Verpackungen, oder man errechnet mit einer Faustregel annähernd den Fettanteil: Im Falle von Frischkäse multipliziert man den F. i. T.-Wert mit 0,3 (Beispiel: 65 Prozent F. i. T. = tatsächlicher Fettgehalt von zirka 20 Prozent).

Verdickungsmittel nicht verpönt 

Anders als etwa in Deutschland unter-sagt der österreichische Codex die Verwendung von Verdickungsmitteln wie Guarkernmehl. Verdickungsmittelhaltige Produkte (Philadelphia, Bresso, Exquisa, miree) dürfen aber nach EU-Recht in Österreich gehandelt werden. Auch besteht eine Ausnahmeregelung für den heimischen Hersteller Salzburger Land, der sogar das AMA-Gütezeichen trägt. Bei den übrigen Produkten kommt bei Bedarf Molkeneiweiß zum Einsatz, um die gewünschte Konsistenz zu erzielen. Dies muss wiederum auf der Verpackung angeführt werden. Gleichfalls außerhalb des Codex, aber innerhalb der EU-Richtlinie, liegt Wojnar’s Kräuter Fitness Aufstrich, der Sorbinsäure als Konservierungsmittel enthält. Er wurde aber nicht deshalb im Test abgewertet, sondern weil der gemessene F. i. T.-Gehalt vom deklarierten mehr als deutlich nach oben hin abwich. Von Fitness keine Spur.

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