KONSUMENT.AT - Früchte - Ananas und Avocado

Früchte

Exoten im Steckbrief

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Konsument 11/2003 veröffentlicht: 16.10.2003, aktualisiert: 31.01.2020

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Ananas 
(Ananas comosus, Bromeliaceae)

Aus einer großen Blattrosette treibt die krautige Ananaspflanze nach 12 bis 18 Monaten eine verdickte Blütenachse. Die Ananasfrucht ist eigentlich ein Verband aus eng beieinander sitzenden Beeren, die sich aus diesen Blüten entwickeln und an den 5- bis 6-eckigen „Augen“ in der Schale erkennbar bleiben. Ananas werden bis zu 4 Kilo schwer und besitzen ein ausgeprägtes, süß-säuerliches Aroma.

Wertvoll durch: Mineralstoffe: Kalium, Calcium, Provitamin A, Vitamine der B-Gruppe, etwas Vitamin C daneben Zucker, Fruchtsäuren und das Eiweiß spaltende Enzym Bromelin.

Einkauf: Ananas reifen nicht nach. Reif sind die Früchte, wenn die Schuppenblätter der einzelnen Augen vertrocknen, das Fruchtfleisch auf Fingerdruck leicht nachgibt und die Frucht intensiv duftet. Orange-braune Farbe ist nur bei Früchten aus Regionen mit großen Tag-Nacht-Temperaturunterschieden ein Zeichen für Reife.

Verwendung: Frischverzehr, zunächst Schopf mit dem obersten Stück Schale und Stielansatz abschneiden. Dann die Frucht entweder quer in 2 bis 3 cm dicke Scheiben teilen, die verholzte Mitte ausstechen und die Schale der Ringe ringsherum abschneiden oder die Frucht der Länge nach in Schiffchen teilen, die verholzte Mitte entfernen, das Fruchtfleisch von der Schale lösen und quer in Stücke geschnitten auf den Schalenschiffchen liegend mit Spießchen servieren. Anteil an Abfall: 46%. Ananas eignen sich auch für Kompotte, als Kuchen- und Tortenbelag, für Süßspeisen und Getränke. Erhältlich frisch, getrocknet und in Konserven.

Tipp: Ananas als Tortenbelag verhindern wegen ihrer Eiweiß spaltenden Enzyme das Festwerden von Gelatine. Übergießt man sie mit heißem Wasser und lässt sie kurz ziehen, so werden die Enzyme deaktiviert, und die Frucht kann problemlos auf die Torte gelegt werden.

Avocado   
(Persea americana, Lauraceae)

Avocados sind 10 bis 15 cm lange, birnenförmige Beerenfrüchte eines immergrünen Baumes, werden 200 bis 400 g schwer und haben je nach Sorte eine unterschiedlich dicke, hellgrüne bis schwarze Schale. Das gelbliche Fruchtfleisch schmeckt leicht süßlich-nussig. Der walnussgroße Samenkern ist ungenießbar.

Wertvoll durch: Mineralstoffe: Kalium, Magnesium Provitamin A, Vitamin E und K und Vitamine der B-Gruppe. Fettgehalt von bis zu 30%, darunter mehrfach ungesättigte Fettsäuren (vor allem Ölsäure), nennenswerter Eiweißanteil.

Einkauf: Avocados müssen nachreifen, bis die Frucht auf leichten Fingerdruck nachgibt.

Verwendung: Frischverzehr; längs durchschneiden, den Samenkern herausnehmen, mit Zitronensaft beträufeln, um die Braunverfärbung und den Verlust gesunder Wirkstoffe durch Oxidation der Fettsäuren zu verhindern, salzen und pfeffern. Oder: Fruchtfleisch mit der Gabel zerdrücken, würzen und in die ausgehöhlten Fruchthälften füllen. Püriertes Fruchtfleisch mit klein gehackten Tomaten, Zwiebel, Knoblauch, Chili, Pfeffer und Salz ergibt die Guacamole, die man traditionell zu mexikanischen Gerichten reicht.

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