KONSUMENT.AT - Früchtetee - Kommentar: unter Druck

Früchtetee

Ausschuss im Beutel

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Konsument 12/2010 veröffentlicht: 24.11.2010

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Kommentar: unter Druck

Ein Kommentar von KONSUMENT-Redakteurin Elisabeth Spanlang

Elisabeth Spanlang (Bild: Wilke)
Redakteurin
Elisabeth Spanlang

Pausbäckige Äpfel, leuchtend rote Hagebutten, saftige Beeren: Die Bilder auf den Verpackungen von Früchtetees gehen förmlich über mit knackigem Obst. Natürlich erwartet kein Mensch, dass in den Teebeuteln ganze Früchte stecken. Umgekehrt rechnet aber auch niemand mit Granulaten. Darunter versteht man gepresste Fruchtanteile, die wir in den meisten unserer getesteten Früchtetees fanden.

Das habe nichts mit mangelnder Qualität zu tun, versichern die Hersteller. Abgesehen davon, dass sich Granulate beim Befüllen der Teebeutel praktischerweise nicht verhaken, seien sie manchmal einfach unverzichtbar, z.B. bei Holunderbeeren, die sonst alles – von der Abfüllmaschine bis zum Teebeutel – hoffnungslos verkleben würden. Kann schon sein. Dann aber bitte auch draufschreiben. Kunden wollen wissen, was sie kaufen.

Dass Granulate - siehe auch das Bild Seite 2 - drin sind, war auf genau einer Packung vermerkt. Bei 25 Tees, wo wir sie ebenfalls aufspürten, wurde diese Tatsache mit keinem Wort erwähnt. Das hat wohl damit zu tun, dass Früchteteekäufer sich getrocknetes, fein geschnittenes Obst im Teebeutel erwarten und nicht gepresstes. Dazu kommt: Was genau in den verschiedenen Presslingen steckt, weiß niemand so genau. Auch unseren Experten gelang es nicht, die Bestandteile der einzelnen Granulate zuverlässig zu identifizieren.

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Kommentare

  • Herkunft
    von REDAKTION am 30.11.2010 um 16:38
    Wir haben für diesen Test die Herkunft der Rohstoffe nicht erhoben. Es findet sich auch auf der Verpackung der von uns untersuchten Charge kein Hinweis auf die Herkunft. Für Bio-Produkte gelten seit 1. Juli 2010 allerdings neue Kennzeichnungsbestimmungen, die die Hersteller zur Angabe der geographischen Herkunft verpflichten. Und das bedeuten die einzelnen Bezeichnungen: „EU-Landwirtschaft“: Die landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe (mind. 98 %) werden in der EU erzeugt. „Nicht-EU-Landwirtschaft“: Die landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe werden in Drittländern (Nicht-EU) hergestellt. .„EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft“: Die landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe werden in der EU und in Drittländern erzeugt. „Österreichische Landwirtschaft“: Die landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe (mind. 98 %) stammen aus Österreich. Diese Bezeichnung ist analog auch für andere Länder möglich. Es gibt jedoch Übergangsbestimmungen. So darf z.B. altes Verpackungsmaterial aufgebraucht werden. Nach der Umstellung auf neues Verpackungsmaterial muss dann entsprechend gekennzeichnet werden. Ihr Konsument-Redaktionsteam
  • Herkunft
    von oxalis960 am 30.11.2010 um 11:39
    Kannetwas über die Herkunft der Inhaltsstoffe von Bio Primo Tee gesagt werden?