Geflügelwurst

Das versteht kein Schwein

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Konsument 2/2004 veröffentlicht: 15.01.2004

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Nur Muskeln sind Fleisch

Unkenntnis über Beschaffenheit und Menge dieser Zugaben führte zwangsläufig zu Misstrauen bei Käufern wie Verbraucherschützern. Die EU fällte dazu im Zuge der Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung der Rinderseuche BSE eine für die Konsumenten erfreuliche Entscheidung: Als Fleisch dürfen lediglich die den Knochen anhaftenden Muskeln bezeichnet werden. Das gilt für Wurst und andere Fleischerzeugnisse.

Separatorfleisch muss angegeben sein

Fett, Innereien – wie Herz oder Leber – sowie Separatorenfleisch müssen auf dem Etikett kenntlich sein. Separatorenfleisch besteht aus maschinell unter hohem Druck vom Knochen abgeschabten Fleisch- und Knorpelresten. Ein gewisser Anteil an Fett und Bindegewebe ist dennoch gestattet: Bei Geflügelwurst darf ein Anteil von 15 Prozent Fett und 10 Prozent Bindegewebe als Fleisch durchgehen.

Geflügelwurst kann auch fett sein

Geflügelwurst gilt als kalorienarme Alternative zu den herkömmlichen Würsten. Das kann man so nicht durchwegs behaupten, denn es hängt – wie bei den nach klassischem Rezept hergestellten Würsten – von der Sorte ab. Fettärmer sind Krakauer oder Schinkenwurst. Eine Salami aus Pute hingegen wird wohl genauso fettreich sein wie eine nach herkömmlicher Rezeptur.

Bei als „leicht“ oder „mager“ deklarierter Geflügelwurst muss der Fettgehalt unter 10 Prozent liegen. Sie wird auch ohne Beigabe von Stärke zubereitet.

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