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Grillgeräte im Test

Elektrisch grillt am besten

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Konsument 7/2008 veröffentlicht: 24.06.2008

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Brisante Mischung

Wenn es zischt, weil Fett, Marinade oder Fleischsaft in die Glut tropft, sollte das ein Alarmsignal sein. Denn dabei entstehen Benzpyrene. Diese krebserregenden Substanzen steigen mit dem Rauch auf und lagern sich am Grillgut ab. Bei Holzkohle ist die Gefahr am größten. Verhindern lässt sich dies mit Auffangschalen aus Aluminium oder mit indirektem Grillen. Dabei wird die Holzkohle nur seitlich geschichtet, ein Teil unter dem Rost bleibt ohne Glut. Allerdings geht dabei viel Grillfläche verloren.

Kleine Stichflammen

Doch auch Gas-Geräte sind nicht immer problemlos. So können beim Campingaz Expert kleine Stichflammen entstehen. Tropft Fett durch den Rost, fällt es möglicherweisedurch die Lavasteine hindurch direkt auf den Gasbrenner und kann sich dort entzünden – mit den gleichen negativen Folgen für das Grillgut. Bei den anderen Gasgrillern verhindert die Konstruktion, dass Fett und Brenner in Kontakt kommen. Beim Weber Q 200 liegen die Abtropfritzen so, dass der Saft am Brennerrohr vorbeirinnt. Der Outdoorchef Porto löst das Problem durch trichterförmige Leitbleche.

Die eleganteste Lösung bietet der Grillwagen Campingaz RBS Classic. Hier sitzen zwei Brenner seitlich vom Rost; das Fett tropft auf eine Lage Keramiksteine. Die müssen nur von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden.

Fettauffangschalen schaffen Abhilfe

Elektrogriller bieten dank einer Fettauffangschale oder einer Fettrinne wenig Angriffsfläche für ungesundes Tropfen – sofern die Heizschlange nicht offen liegt wie beim Tefal Easy Grill’n Pack Adjust. Nur ein Elektrogrill gab Anlass zur Kritik: Das Modell von Rommelsbacher wird so heiß, dass Steaks und Würstchen an manchen Stellen schnell verbrennen können. Außerdem lässt sich die heiße Platte zwischen den einzelnen Grillgängen nicht ordentlich reinigen, verbrannte Reste landen so auf der nächsten Ladung. Das kann man nur verhindern, indem man die Glaskeramik dazwischen auskühlen lässt. Im Übrigen geht das Match eindeutig an die Typen mit Kabel. Nur auf die Donauinsel, den beliebten Grillplatz der Wiener ohne eigenen Garten, kann man sie nicht mitnehmen.

Spezielle Edelstahlbürste benutzen

Im Herbst hat der Griller wieder Pause. Im Freien fangen viele Geräte dann zu rosten an. Auch einen feuchten Abstellplatz in Garage oder Keller mögen manche nicht. Wichtig bei Edelstahl: Zum Putzen nur eine spezielle Edelstahlbürste benutzen. Mit einfacher Drahtbürste oder Stahlschwamm wird der Edelstahl mit potenziellen Rostpartikeln „geimpft“ und bald unansehnlich.

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Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Gasgriller
    von gxknop am 04.04.2017 um 18:15
    Ich würde mir gerade jetzt wieder einmal einen Gasgriller-Test wünschen!
  • Merkwürdige Geräteauswahl
    von tez am 29.06.2014 um 19:25
    Bei den Gasgrillern sind die Marktführer komplett außen vor gelassen worden, für mich unverständlich. Wäre interessant, welche Vor- und Nachteile diese haben. Eine Aktualisierung mit neuen Geräten wäre wünschenswert!