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Hygiene von Feinkostsalaten

Genuß mit Risiko

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Konsument 7/1999 veröffentlicht: 01.07.1999

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Lauwarm statt kalt gelagert

Unsere Testergebnisse zeigen, daß in vielen Geschäften nicht einmal die auf manchen Packungen empfohlenen, ohnehin großzügig bemessenen Lagertemperaturen eingehalten werden: Gerade 13 von insgesamt 24 Proben wiesen Kerntemperaturen von weniger als neun Grad auf, bei 11 Proben lagen sie über neun Grad: Die Lagerbedingungen dieser Produkte wurden als „weniger“ und „nicht zufriedenstellend“ beurteilt. Die wärmste Probe, ein Wurstsalat von Meinl in Linz, hatte sogar eine Kerntemperatur von 15 Grad. Dermaßen hohe Lagertemperaturen können die Haltbarkeit der Produkte erheblich verkürzen.
Temperaturunterschiede stellten wir nicht nur bei Salaten aus verschiedenen Geschäften fest, auch Produkte aus ein und derselben Kühlvitrine waren oft unterschiedlich kühl gelagert. Das könnte, abgesehen von eventuellen Temperaturunterschieden in den Kühlvitrinen selbst, auch auf eine Unterbrechung der Kühlkette zwischen Produktion und Verkauf zurückzuführen sein. Am stärksten variierten die Kerntemperaturen der bei Meinl in Eisenstadt gekauften Proben: Beim Eisalat maßen wir 7, beim Wurstsalat 9 und beim Thunfischsalat an die 13 Grad Celsius.