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Hygiene von Feinkostsalaten

Genuß mit Risiko

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Konsument 7/1999 veröffentlicht: 01.07.1999

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Nahezu jede zweite Probe keimbelastet

Sämtliche Proben waren organoleptisch, mit freiem Auge, dem Geruch und Geschmack nach, in Ordnung.
Im Labor wurden bei keinem Testprodukt Salmonellen oder Listeria monocytogenes festgestellt. Auch hinsichtlich des Histamingehaltes bei Fischaufstrichen beziehungsweise -salaten hatten wir keinen Grund zur Beanstandung. Histamin bildet sich in schlecht gelagertem Fisch und Fischprodukten und kann starke Kopfschmerzen und Durchfall verursachen. Bei den untersuchten Thunfischsalaten stellten wir nur bei einem Produkt geringfügig Histamin, knapp über der Nachweisgrenze, fest. Weitere mikrobiologische Untersuchungen brachten allerdings wenig Erfreuliches an den Tag: Bei 10 von 24 Proben stellten wir erhöhte Keimbelastungen fest, die vor allem auf Hygienemängel hinweisen.
Bei acht Proben wurden Hefen in einem Ausmaß gefunden, das Hygienemängel bei Ausgangsprodukten, Produktionsweise oder Verkauf vermuten läßt. Sofern nicht noch weitere Keime vorhanden waren, werteten wir diese Produkte im „Konsument“-Testurteil auf „weniger zufriedenstellend“ ab. Der bei Zellinger in Linz erstandene Ochsenmaulsalat wies große Mengen an Enterokokken (Darmkeime) auf, was auf grobe Hygienemängel schließen läßt – Testurteil: „weniger zufriedenstellend“.