KONSUMENT.AT - Kaffeeanbieter - Wenig direkte Verantwortung

Kaffeeanbieter

Das ist bitter!

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KONSUMENT 7/2014 veröffentlicht: 25.06.2014, aktualisiert: 03.07.2014

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Eigenmarken und Gastronomie nicht berücksichtigt

Diese und andere bekannte Marken standen auf dem Prüfstand dieses Ethik-Tests, der in einer Kooperation von neun Konsumentenschutzorganisationen aus Europa und einer aus Kanada durchgeführt wurde. Untersucht wurden Unternehmen, die Mahlkaffee für den Endverbraucher herstellen, nicht berücksichtigt sind Eigenmarken von Lebensmittelhändlern und Firmen, die ausschließlich für den Gastronomiebereich tätig sind.

Im Mittelpunkt des Tests steht die Gewinnung des Rohkaffees, nachgelagerte Stufen wie Rösten, Verpacken und der Verkauf sind nicht Gegenstand der Untersuchung.

Illy deutlich vorne

Im Vergleich der acht in Österreich vertre­tenen Markenfirmen überraschte das relativ kleine italienische Unternehmen Illy mit dem Spitzenplatz, Nestlé weist als Zweiter schon einen Respektabstand auf. Marktführer Mondelez hingegen musste sich mit einem blamablen Platz im hinteren Feld zufriedengeben.

Zertifizierung statt direkter Verantwortung

Generell scheinen die Unternehmen geneigt, sich mit Zertifizierungen zufriedenzugeben und eine direkte Verantwortung mit dem Hinweis abzulehnen, dass sie keine eigenen Plantagen besäßen. Andererseits bildet gerade der einzige Anbieter mit eigenen Plantagen, Segafredo, das Schlusslicht bezüglich gesellschaftlicher Verantwortung.

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Kommentare

  • Segafredo
    von pblazek am 04.11.2014 um 12:27
    Wenn eine Zertifizierung nur zu PR-Zwecken dient, was ist dann erst von einer Selbstdarstellung zu halten, die von keiner Seite bestätigt werden kann? Eine Zertifizierung durch eine unabhängige Organisation sollte heute selbstverständlich sein. Wer glaubt, ohne eine solche auszukommen, muss auf andere Weise belegen, dass er soziale und ökologische Mindeststandards einhält. Über Segafredo sind keine diesbezüglichen Informationen verfügbar. Ihr Konsument-Team
  • Kommentar von Segafredo
    von Thallingerm am 03.11.2014 um 22:43
    Guten Tag, vielen Dank für Ihr Mail, wir sind für alle Anregungen und Fragen unserer Kunden dankbar. Zu unserem Bedauern war der Artikel im Konsument nicht genau recherchiert. Segafredo Zanetti bzw. unsere Muttergesellschaft die Massimo Zanetti Beverage Group ist der einzige Kaffeeanbieter, der über eigene Anbauflächen verfügt. Wir besitzen eine Plantage in Brasilien, die „Nossa Senhora da Guia“, zudem Anbauflächen in Costa Rica (http://www.mzb-group.com/en/activities/roasted-coffee-roasting-plants/dettaglio/cafe-montana), Honduras und Hawaii (http://www.mzb-group.com/en/activities/roasted-coffee-roasting-plants/dettaglio/kauai-coffee ). Auf diesen Plantagen verfolgt Massimo Zanetti, unser Eigner, seine eigene Nachhaltigkeitspolitik. Die Arbeiter sind fix ganzjährig angestellt, verdienen sehr gut, für Unterbringung, Kost und Arbeitskleidung ist gesorgt. Es gibt eine medizinische Versorgung sowie eine Schultransport für die Kinder der Plantagenmitarbeiter. Dieses Engagement ist ein persönliches Anliegen unseres Eigentümers, der sich den Arbeitern auf unseren Anbauflächen verpflichtet fühlt. Daher wird es auch keine kostenintensive, aber lediglich zu PR-Zwecken dienende Zertifizierung unserer Plantagen geben. Um sein soziales Engagement noch besser koordinieren zu können, hat Herr Zanetti die Fondazione Zanetti Onlus gegründet (http://www.fondazionezanetti-onlus.org/en/), die humanitäre Projekte in Südamerika und Afrika fördert.
  • Meinl
    von REDAKTION am 30.06.2014 um 14:57

    Es handelt sich um einen internationalen Gemeinschaftstest, nationale Kaffeeanbieter konnten nur zum Teil berücksichtigt werden. Aus Kostengründen haben wir uns entschlossen, nur die bedeutendsten Anbieter auf dem heimischen Markt mittesten zu lassen. Wir bitten um Verständnis.

    Ihr Konsument-Team

  • kaffeetest
    von DorisG am 28.06.2014 um 10:20
    frage: wieso wurde meinl kaffee nicht erwähnt????