KONSUMENT.AT - Kaffeeanbieter - Mangelnde Transparenz, Schwächen bei den Zulieferern

Kaffeeanbieter

Das ist bitter!

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KONSUMENT 7/2014 veröffentlicht: 25.06.2014, aktualisiert: 03.07.2014

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Schwächen bei den Zulieferern

Was den sozialen Bereich betrifft, kann ledig­lich Illy auf eine gute Performance verweisen. Wobei die Schwächen vor allem in der systematischen Erfassung und Kontrolle der Kaffeezulieferer bestehen (siehe Spalte "Monitoring" in der Tabelle). Zu beachten ist hier das unterschiedliche Niveau der Maßnahmen.

Illy erzielte beim Monitoring die Top-Platzierung (A), bezieht sich dabei auf ein vergleichsweise niedriges Anforderungsprofil (C). Umgekehrt ist die Situation etwa beim Hamburger Tchibo-Konzern, der an seine Lieferanten die höchsten Anforderungen stellt, aber bei der Kontrolle enttäuscht.

Mangelnde Transparenz

Ein wesentliches Kriterium für nachhaltige Unternehmen ist die Informationsoffenheit ("Transparenz"). Auch hier ist Illy am weitesten fortgeschritten. Aber selbst bei den Transparenz-Vorbildern gibt es dunkle ­Flecken. Nestlé beispielsweise wollte seine Beschaffungsquellen uns gegenüber nicht offenlegen.

Regionale Entwicklung, Arbeits- und Gesundheitsschutz

Etwas überraschend mögen auch die relativ guten Bewertungen beim Punkt Stakeholder-Engagement sein. Stakeholder, das sind alle Anspruchsberechtigen, Menschen oder Organisationen, die von den Aktivitäten eines Unternehmens betroffen sind, das reicht von den Mitarbeitern, Lieferanten und Konsumenten bis zu Menschenrechts- und Umweltorganisationen.

Selbst Nachzügler, wie DE Master Blenders oder Lavazza, unterhalten gute Beziehungen zu ihren Stakeholdern und/oder unterstützen Projekte zur regio­nalen Entwicklung bzw. zum Arbeits- und Gesundheitsschutz der Kaffeebauern.

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Wertung: 4 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Segafredo
    von pblazek am 04.11.2014 um 12:27
    Wenn eine Zertifizierung nur zu PR-Zwecken dient, was ist dann erst von einer Selbstdarstellung zu halten, die von keiner Seite bestätigt werden kann? Eine Zertifizierung durch eine unabhängige Organisation sollte heute selbstverständlich sein. Wer glaubt, ohne eine solche auszukommen, muss auf andere Weise belegen, dass er soziale und ökologische Mindeststandards einhält. Über Segafredo sind keine diesbezüglichen Informationen verfügbar. Ihr Konsument-Team
  • Kommentar von Segafredo
    von Thallingerm am 03.11.2014 um 22:43
    Guten Tag, vielen Dank für Ihr Mail, wir sind für alle Anregungen und Fragen unserer Kunden dankbar. Zu unserem Bedauern war der Artikel im Konsument nicht genau recherchiert. Segafredo Zanetti bzw. unsere Muttergesellschaft die Massimo Zanetti Beverage Group ist der einzige Kaffeeanbieter, der über eigene Anbauflächen verfügt. Wir besitzen eine Plantage in Brasilien, die „Nossa Senhora da Guia“, zudem Anbauflächen in Costa Rica (http://www.mzb-group.com/en/activities/roasted-coffee-roasting-plants/dettaglio/cafe-montana), Honduras und Hawaii (http://www.mzb-group.com/en/activities/roasted-coffee-roasting-plants/dettaglio/kauai-coffee ). Auf diesen Plantagen verfolgt Massimo Zanetti, unser Eigner, seine eigene Nachhaltigkeitspolitik. Die Arbeiter sind fix ganzjährig angestellt, verdienen sehr gut, für Unterbringung, Kost und Arbeitskleidung ist gesorgt. Es gibt eine medizinische Versorgung sowie eine Schultransport für die Kinder der Plantagenmitarbeiter. Dieses Engagement ist ein persönliches Anliegen unseres Eigentümers, der sich den Arbeitern auf unseren Anbauflächen verpflichtet fühlt. Daher wird es auch keine kostenintensive, aber lediglich zu PR-Zwecken dienende Zertifizierung unserer Plantagen geben. Um sein soziales Engagement noch besser koordinieren zu können, hat Herr Zanetti die Fondazione Zanetti Onlus gegründet (http://www.fondazionezanetti-onlus.org/en/), die humanitäre Projekte in Südamerika und Afrika fördert.
  • Meinl
    von REDAKTION am 30.06.2014 um 14:57

    Es handelt sich um einen internationalen Gemeinschaftstest, nationale Kaffeeanbieter konnten nur zum Teil berücksichtigt werden. Aus Kostengründen haben wir uns entschlossen, nur die bedeutendsten Anbieter auf dem heimischen Markt mittesten zu lassen. Wir bitten um Verständnis.

    Ihr Konsument-Team

  • kaffeetest
    von DorisG am 28.06.2014 um 10:20
    frage: wieso wurde meinl kaffee nicht erwähnt????