Kartoffeln: Verfärbungen

Schwarze Flecken

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KONSUMENT 1/2015 veröffentlicht: 23.12.2014

Inhalt

Immer wieder passiert es mir, dass eben eingekaufte Erdäpfel schwarze Flecken zeigen. Woher kommen diese Verfärbungen? In unserer Rubrik "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort - hier Katrin Mittl MSc.

Katrin Mittl (Bild: U. Romstorfer/VKI)
Katrin Mittl MSc

Hier gibt es viele Möglichkeiten. Tief gehende schwarze Flecken in der Knolle weisen auf die Pilzkrankheit Rhizoctonia hin. Es kann sich aber auch um um die sogenannte Schwarzfleckigkeit handeln. Dieser Mangel äußert sich in einer Grau-, Schwarz- oder Blaufärbung des Knollenfleisches.

Ursachen

Ursache dafür können mechanische Belastungen und ungünstige Lagerbedingungen nach der Ernte sein. Mit zunehmendem Reifegrad der Erdäpfel steigt die Anfälligkeit für innere Knollenverletzungen zudem deutlich an. Außerdem besteht ein enger Zusammenhang zwischen einem Wasserverlust der Knollen und der Neigung zu Schwarzfleckigkeit. In Kartoffeln sind Eisen und Chlorogensäure enthalten. Wenn beide miteinander reagieren, können sich nach dem Kochen dunkle Flecken bilden. Das nennt man dann auch „Kochdunklung“.

Gesundheitlich unbedenklich

Wie ausgeprägt die Verfärbungen sind, hängt von der Erdäpfelsorte, dem Boden, in dem die Pflanzen wachsen, dem Wetter und den bereits erwähnten Transport- sowie Lagerbedingungen ab. Aber egal ob es sich um Rhizoctonia oder Schwarzfleckigkeit handelt: Verfärbte Kartoffeln sehen zwar nicht attraktiv aus, können jedoch unbesorgt gegessen werden. Die schwarzen Flecken sind nämlich gesundheitlich unbedenklich.


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