KONSUMENT.AT - Lebensmittel-Checks 2018: dreiste Schmähs - 1. Platz: Rama mit Butter

Lebensmittel-Checks 2018: dreiste Schmähs

Bilanz des Ärgers: unsere LeserInnen haben gewählt!

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KONSUMENT 2/2019 veröffentlicht: 31.01.2019

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Platz 1: Rama mit Butter | Palmöl als Hauptzutat

Dieses Streichfett besteht hauptsächlich aus Palmöl. Liest man das Kleingedruckte nicht, so würde man nicht auf diese Idee kommen. (Bild: VKI)

Auf der Packung wird groß „mit hochwertigem Rapsöl & bester Butter“ angekündigt, und es sind blühender Raps und Butterröllchen abgebildet. Aus dem Kleingedruckten geht etwas anderes hervor. Laut Zutatenliste setzt sich Rama mit Butter aus pflanzlichen Fetten und Ölen (Palm, 30 % Raps), 22 % Butter, Trinkwasser, Buttermilch, Meersalz (0,3 %) und noch einigen weiteren Zutaten zusammen.

90 % der Stimmen

In diesem Streichfett, das so groß mit Rapsöl und Butter wirbt, steckt also vor allem Palmöl. Wie viel genau, das steht nicht auf der Packung. Wir erkundigten uns bei Unilever, dem Vertreiber des Produktes: Bezogen auf das Gesamtprodukt seien die Anteile von pflanzlichen Ölen und Fetten aus Palm und Raps ähnlich hoch (32 % Palm, 30 % Raps), wurde uns eröffnet. Dieses Streichfett, das Rapsöl und Butter groß als Zutaten ankündigt, aber in erster Linie aus Palmöl besteht, sorgte bei knapp 90 % unserer Abstimmungsteilnehmer für Unmut. 

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Wertung: 4 von 5 Sternen
34 Stimmen
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Kommentare

  • Überregeliert?
    von dlder am 22.02.2019 um 07:47
    Man möchte meinen, dass Österreich und die EU von Gesetzen überschwemmt und überreguliert sei.
    Wenn man aber bedenkt wie man als Kunde belogen wird (nicht nur bei Lebensmittel), so muss selbst ich zugeben, dass ein mehr an Regeln/Gesetzen und strengeres vorgehen der Behörden zumindest im "lebenswichtigem" Lebensmittel-Bereich stark zu begrüßen wäre!
  • Trauriger Trend
    von santodomingo am 15.02.2019 um 19:47
    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Konzerne mittlerweile mehr Geld ausgeben, um den Kunden in die Irre zu führen und die Zutatenliste so klein wie möglich auf den Produkten zu platzieren, als für das Produkt selbst. Ein trauriger Trend, denn man fühlt sich irgendwie immer belogen und getäuscht. Warum nicht ehrlich und gut lesbar draufschreiben, was drin ist? Mittlerweile sollten die Hersteller auch draufgekommen sein, dass die Kunden kritischer werden und sich nicht mehr für dumm verkaufen lassen.
    Ohne Brille kann ich gar nicht mehr einkaufen gehen...............
  • Marlenka Honigtorten-Kugeln
    von 0809brigitte am 06.02.2019 um 09:50
    Ich liebe seit Jahren tschechische Honigtorte, die vom Hersteller Marlenka inzwischen als rechteckige Torte z.B. bei Merkur, und seit Kurzem auch als Kugeln (z.B. bei Billa) erhältlich sind.
    Bei den Kugeln erlebte ich eine ärgerliche Überraschung: in einer großen Kartonverpackung, die mindestens 20 Stück, möglicherweise auch eine "2. Lage", vermuten lässt, sind lediglich 12 Stück enthalten. Diese sind noch umständlich auf einem Plastiktray mit Plastikdeckel angeordnet, und trotz Karton-Abstandhalter ist immer noch ein Teil der Verpackung leer. Wird wieder Zeit für ein Schreiben an den Hersteller...
  • Downsizing
    von ling am 01.02.2019 um 10:20
    Milka-Schokoladen (früher 300 g) sind mittlerweile nur mehr 270 g schwer, kosten aber nach wie vor soviel wie die ehemaligen 300-Gramm-Tafeln. Das Gewicht ist in sehr kleiner Schrift aufgedruckt und optisch ist der Unterschied natürlich nicht zu erkennen. Anfangs waren es nur einige Sorten und es gab auch welche mit 280 g, mittlerweile dürfte man jedoch generell nach unten "vereinheitlicht" haben.
    In solchen Fällen fragt sich der mündige Konsument natürlich: Wo bleibt hier die EU-Kommission mit ihrem Verordnungs- und Regulierungswahn? Bei diesen Produkten hätte es wenigstens einen Sinn!
    Böse Zungen werden vielleicht meinen, dass es sowieso gesünder sei, statt 300 g nur mehr 270 g zu essen. Das ist schon in Ordnung, doch dann möchte ich auch nur 270 g bezahlen.