Lebensmittel: fehlende Herkunft

EU-Lebensmittelinformationsverordnung

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KONSUMENT 6/2018 veröffentlicht: 24.05.2018

Inhalt

"Warum finde ich im Supermarkt bei Lebensmitteln meistens keinen Hinweis, woher das Produkt kommt, sondern nur „hergestellt für …“?" - In den "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort – hier Katrin Mittl MSc.

Katrin Mittl MSc (Bild: A. Thörisch/VKI)
Katrin Mittl MSc

"Hergestellt für..."

Laut der EU-Lebensmittelinformationsverordnung ist auf verpackten Lebensmitteln der Lebensmittelunternehmer zu nennen, unter dessen Name oder Firma das Lebensmittel vermarktet wird. Wenn die Firma nicht in der Europäischen Union niedergelassen ist, muss der Importeur angegeben werden, der das Lebensmittel in die Union einführt. Konsumenten können so weder den Ort der Produktion noch das Ursprungsland der Rohwaren erfahren. Die Angabe „hergestellt für …“ reicht also aus, was natürlich nicht konsumentenfreundlich ist.

Informationswert nicht besonders hoch

Bei verpackten Bio-Produkten ist zum Beispiel eine Herkunftsangabe zwingend. Aber: Stammen die Rohstoffe aus unterschiedlichen Ländern, wird der Verbraucher nur darüber informiert, ob das Produkt aus „EU-Landwirtschaft“, „Nicht EU-Landwirtschaft“ oder „EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft“ stammt. Auch in diesem Fall ist der Informationswert für die Verbraucher nicht besonders hoch. Kommen alle Rohstoffe für ein Produkt aus demselben Land, kann immerhin auch dieses angegeben werden.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo