KONSUMENT.AT - Lebensmittel: Versteckte Fette - Gesättigte, ungesättigte und Transfettsäuren

Lebensmittel: Versteckte Fette

Wer hätte das gedacht?

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KONSUMENT 9/2014 veröffentlicht: 28.08.2014

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Auf die Portionsgrößen achten

Geht man von realistischen Portionsgrößen aus, enthalten die Lebensmittel im Test bis zu 35 Gramm Fett pro Portion. Isst also eine ­erwachsene, normalgewichtige Frau den Marokkanischen Salat von Ströck oder den Good Choice Salatcup Schinken & Käse von Hofer, hat sie in Sachen Fett gleich einmal 50 Prozent ihres Richtwerts für die tägliche Zufuhr intus. Etwas weniger, nämlich rund ein Drittel dessen, was pro Tag an Fett zuträglich ist, steckt im Spar Enjoy Neuburger Sandwich, im Inzersdorfer Geflügelaufstrich (gerechnet auf 2 Brote) und im Ströck Tofu-Snack. Bei diesen Produkten ergibt sich noch eine besondere Problematik: Sie machen nicht wirklich satt, denn es braucht rund 325 bis 400 Gramm Essen, um ein angenehm molliges Gefühl im Magen zu bekommen. Sowohl das Sandwich als auch der Tofu-Snack liegen gewichtsmäßig aber weit da­runter. Ergebnis: Das Fett ist drin, doch der Hunger bleibt ...

Gesättigte Fettsäuren

Überraschungen gab es auch beim Anteil der gesättigten Fettsäuren, die bei unseren Produkten im Test zwischen 1,0 und 30,8 Gramm pro 100 Gramm liegen. Bezogen auf praxis­taugliche Portionsgrößen hat hier ausgerechnet der Herzsnack von der Bäckerei Der Mann die meisten gesättigten Fettsäuren, nämlich 19,3 Gramm pro Weckerl. Geradezu absurd bei einem als gesund beworbenen Produkt, in dem laut Zutatenliste neben 20 Prozent Butter noch Palmöl und Schlagobers stecken. Und der bereits erwähnte Good-Choice-Salat von Hofer ist auch hier keine sonderlich gute Wahl.

Ungesättigte Fettsäuren

Immerhin gibt es auch Produkte, die reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind. Dazu zählen z.B. die Aufstriche von Vega ­Vita und Zurück zum Ursprung. Reich an ­einfach ungesättigten Fettsäuren sind der Gemüse Salat von Efko und das Sandwich mit Putenschinken und Ei von Chef Menü.

Transfettsäuren

Erfreulich: Transfettsäuren konnten in den meisten Produkten nicht nachgewiesen werden. Auch im früher hoch belasteten Popcorn fanden wir diesmal nichts. Und dort, wo wir etwas nachweisen konnten, nämlich im ­Caffé Latte von Starbucks und im Herzsnack von Der Mann, stammen die geringen ­Mengen an Transfettsäuren ziemlich sicher aus den verwendeten Milchprodukten und haben damit einen natürlichen Ursprung.

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Kommentare

  • Nur die halbe Wahrheit
    von englitsch am 02.09.2014 um 12:47
    Die Verteufelung von Fett ist ja üblich, so auch hier. Allerdings wird ein (meiner Ansicht nach viel wichtigerer) Aspekt hier nicht mal am Rande erwähnt - der ZUCKER! Der ist viel mehr als das angeblich so böse Fett für gesundheitliche Probleme verantwortlich, und in dem "typischen Menü", das sie hier anführen, ist noch viel mehr Zucker als Fett drin, was zu hohen Insulinschwankungen und Fettspeicherung führt - Übergewicht, Diabetes, etc. Z.B. hat Hummus viel (gutes) Fett, aber keinen Zucker - gut! Ballisto hat viel (schlechtes) Fett UND viel Zucker - schlecht. So wäre es richtig. Nur Fett zu meiden ist grundfalsch! Der Zucker ist der Feind (und Weissbrot, weisser Reis etc.), nicht das Fett (mal abgesehen von Transfetten)!
  • Versteckte Fette
    von Benuzter gelöscht am 31.08.2014 um 06:06
    Aus leidvoller Erfahrung (Herzgefäßerkrankung - 3 Bypässe) kann ich nur jedem dringendst anraten, auf die Ernährung sehr zu achten. Wer dies nicht tut, dem wird die Rechnung höchstwahrscheinlich in Zeitabstand von Jahrzehnten gnadenlos präsentiert. Dann wird s jedoch nicht mehr "wurscht", sondern oftmals zu spät sein. Es ist ein Trauerspiel, daß sich so viele Menschen mit ungesunder Ernährung vergiften lassen. Lebensmittelkonzernen geht es nicht um die Gesundheit von Konsumenten, sondern immer(!) um das Hauptziel "Let s make money!". Nicht zuletzt deshalb ist größte Vorsicht angebracht.