KONSUMENT.AT - Lebensmittel: Versteckte Fette - Sättigung und Energiedichte

Lebensmittel: Versteckte Fette

Wer hätte das gedacht?

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KONSUMENT 9/2014 veröffentlicht: 28.08.2014

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Sättigung und Energiedichte

Jeder, der schon einmal mit Heißhunger Berge von Essen verschlungen hat, weiß: Es dauert, bis man satt ist. Das Sättigungsgefühl erreicht erst 30 bis 40 Minuten nach Beginn des Essens seinen Höhepunkt. Wird der Magen gefüllt, dehnt sich die Magenwand, wodurch das Gehirn Sättigungssignale aussendet. Das wiederum führt zur Freisetzung von appetithemmenden Botenstoffen.

Flüssigkeiten sind nur 20 Minuten im Magen

Anders als feste Nahrung verweilen Flüssigkeiten nicht lange im Magen. 20 Minuten genügen und schon hat ein halber Liter den Magen wieder verlassen und die darin enthaltenen Nährstoffe stehen für die Aufnahme in die Blutbahn zur Verfügung. Das ist bei Wasser kein Problem, bei Softdrinks, Fruchtsäften und Alkohol dagegen schon: Weil der Sättigungseffekt hier ausbleibt, ist jede Flüssigkeitskalorie eine zusätzliche, so gut wie immer unbemerkte Energiequelle.

Auf Energiedichte der Lebensmittel achten!

Nicht nur bei Flüssigkeiten, auch bei fester Nahrung ist unser Körper leider nicht in der Lage, den tatsächlichen Energiegehalt einer Mahlzeit zu registrieren. Es ist daher wichtig, auf die Energiedichte von Lebensmitteln zu achten. Darunter versteht man den Energie­gehalt pro 100 Gramm. Bei bis zu 225 kcal pro 100 Gramm spricht man von einer niedrigen bis mittleren Energiedichte. Gemüse, Obst, aber auch Suppen haben wegen ihres hohen Wasser- und/oder Ballaststoffanteils eine geringe Energiedichte. Von diesen Lebensmitteln kann man daher mehr essen und die größeren Portionen sättigen auch besser.

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Kommentare

  • Nur die halbe Wahrheit
    von englitsch am 02.09.2014 um 12:47
    Die Verteufelung von Fett ist ja üblich, so auch hier. Allerdings wird ein (meiner Ansicht nach viel wichtigerer) Aspekt hier nicht mal am Rande erwähnt - der ZUCKER! Der ist viel mehr als das angeblich so böse Fett für gesundheitliche Probleme verantwortlich, und in dem "typischen Menü", das sie hier anführen, ist noch viel mehr Zucker als Fett drin, was zu hohen Insulinschwankungen und Fettspeicherung führt - Übergewicht, Diabetes, etc. Z.B. hat Hummus viel (gutes) Fett, aber keinen Zucker - gut! Ballisto hat viel (schlechtes) Fett UND viel Zucker - schlecht. So wäre es richtig. Nur Fett zu meiden ist grundfalsch! Der Zucker ist der Feind (und Weissbrot, weisser Reis etc.), nicht das Fett (mal abgesehen von Transfetten)!
  • Versteckte Fette
    von Benuzter gelöscht am 31.08.2014 um 06:06
    Aus leidvoller Erfahrung (Herzgefäßerkrankung - 3 Bypässe) kann ich nur jedem dringendst anraten, auf die Ernährung sehr zu achten. Wer dies nicht tut, dem wird die Rechnung höchstwahrscheinlich in Zeitabstand von Jahrzehnten gnadenlos präsentiert. Dann wird s jedoch nicht mehr "wurscht", sondern oftmals zu spät sein. Es ist ein Trauerspiel, daß sich so viele Menschen mit ungesunder Ernährung vergiften lassen. Lebensmittelkonzernen geht es nicht um die Gesundheit von Konsumenten, sondern immer(!) um das Hauptziel "Let s make money!". Nicht zuletzt deshalb ist größte Vorsicht angebracht.