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Lebensmittelallergien

Versteckter Angriff

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Konsument 8/2004 veröffentlicht: 26.07.2004

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Allergien im Alter

Kinder sind häufiger als Erwachsene von Lebensmittelallergien betroffen. Die treten meist vor dem dritten Lebensjahr auf und verschwinden bis zum Schuleintrittsalter von selbst. Häufig handelt es sich dabei um Allergien gegen tierische Lebensmittel wie Kuhmilch oder Eier. Treten Allergien in späteren Jahren auf, so bleiben sie zumeist lebenslang bestehen. Es handelt sich öfter um Allergien gegen bestimmte Gemüse, einzelne Obstsorten oder Kräuter, häufig in Form von Kreuzallergien, bei denen bestimmte sonstige Allergien mit einer Lebensmittelallergie einhergehen. Hausstaubmilbenallergiker reagieren etwa oft auch auf Krusten- und Weichtiere.

Kreuz und quer

Wer Latex nicht verträgt, kann auch mit Bananen, Avocados, Feigen, Maroni, Kiwi, Mangos, Melonen, Ananas, Orangen oder Pfirsichen Probleme haben. Eine Allergie gegen Baumpollen wie Birke, Hasel oder Erle geht mitunter mit einer gegen Nüsse, Stein- und Kernobst, Kiwis, Sellerie oder Karotten einher. Und wer bei Gräser- oder Getreidepollen Symptome zeigt, kann sie auch bei Getreidegerichten wie Müsli oder Frischkornbrei und Hülsenfrüchten – insbesondere Soja und Erdnuss – verspüren.

Gegartes meist besser verträglich

Manchmal ist die Verarbeitung entscheidend für die Wirksamkeit eines Allergens. Das Apfel-Allergen beispielsweise ist so instabil, dass oft schon Schälen und Zerkleinern hilft. Gemüse wird bisweilen gegart besser vertragen als roh. Bei Eiern kann die Allergie durch Eiweiß oder Dotter ausgelöst werden, gegarte Eier werden manchmal besser vertragen als rohe. Bei Fischallergien ist es meist egal, ob der Fisch roh oder gekocht ist. Wer Dosentunfisch nicht verträgt, muss aber nicht unbedingt Fischallergiker sein, er kann auch die Histamine im Fisch nicht vertragen.

Bessere Deklaration in Sicht

Beim Verzehr von verarbeiteten Lebensmitteln soll eine neue EU-Richtlinie den Konsumenten mehr Sicherheit bringen. Konkret müssen ab November 2005 zwölf problematische Substanzen ausgewiesen werden: glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Eier, Fisch, Soja, Milch (einschließlich Lactose), alle Arten von Nüssen, Sellerie, Senf, Sesamsamen, alle jeweils daraus hergestellten Erzeugnisse sowie Schwefeldioxid und Sulfite in einer Konzentration von mehr als 10 mg/kg oder 10 mg/l.

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